Landespolizei warnt
Vorsicht vor der «Quishing»-Masche in Liechtenstein

Die Landespolizei Liechtenstein warnt vor einer Betrugsmasche, die in der Schweiz längst bekannt ist. Das sogenannte Quishing breitet sich nun offenbar auch bei unseren Nachbarn aus.
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In der Schweiz ist die «Quishing»-Masche längst bekannt. Nun warnt auch die Landespolizei Liechtenstein davor.
Foto: Landespolizei Liechtenstein
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Alexander TerweyStv. Teamlead News-Desk

Im Alltag bezahlen wir immer öfter mit dem Handy. Es gibt Menschen, die führen gar kein Portemonnaie mehr mit sich. Die Kreditkarte befindet sich schliesslich auch auf dem Smartphone. QR-Codes erleichtern den Bezahlvorgang zusätzlich – und sie werden immer beliebter.

Das wissen auch Betrüger. In der Schweiz gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Meldungen über gefälschte QR-Codes an Parkuhren. Das Ziel der Betrüger: Sie wollen an die Kreditkarteninformationen von Autofahrerinnen und Autofahrern. Diese Masche, das sogenannte Quishing, ist nun auch in Liechtenstein angekommen.

Betrug nun auch in Liechtenstein

In einer Mitteilung warnt die Landespolizei Liechtenstein am Donnerstag wegen eines aktuellen Falls vor manipulierten QR-Codes an Parkuhren. Demnach überkleben die Betrüger einfach die echten Codes mit den gefälschten. «Diese manipulierten QR-Codes sind den offiziellen Designs täuschend ähnlich und optisch so gut nachgemacht, dass sie auf den ersten Blick kaum von den Originalen zu unterscheiden sind», so die Polizei.

Die gefälschten Codes führen zu einer betrügerischen Bezahlseite. Auch diese wirkt täuschend echt. Zunächst würden Kontrollschild und Parkierdauer abgefragt. Danach müsse der Nutzer seine Kreditkartennummer eingeben und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung durchlaufen. «Geben die Betroffenen ihre Zahlungsdaten ein, nutzen die Täter diese, um die Kreditkarten missbräuchlich zu belasten.»

Wie kann ich mich und andere schützen?

Die Landespolizei Liechtenstein rät, darauf zu achten, dass die Webseite, die über den QR-Code geöffnet wird, mit der offiziellen Webseite des Anbieters übereinstimmt. Ausserdem sollen Autofahrerinnen und Autofahrer nur bekannte und als sicher anerkannte Bezahl-Apps zum Scannen der Codes nutzen. Auch eine Kontrolle des QR-Codes kann hilfreich sein. Wer einen manipulierten Code entdeckt hat, sollte diesen sofort der Landespolizei melden und seinen genauen Standort angeben.

Wer seine Kreditkartendaten bereits preisgegeben hat, sollte dies sofort seiner Bank oder seinem Kreditkartenanbieter melden und die betroffenen Karten oder Zugänge sperren lassen. Ausserdem sollte die betroffene Person Anzeige bei der Landespolizei erstatten.

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