Schon seit Monaten erhält Kuba wegen einer US-Blockade kein Öl aus Venezuela mehr. US-Präsident Donald Trump (79) hatte im Dezember eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus Venezuela angeordnet. Für den sozialistisch regierten Inselstaat Kuba mit rund zehn Millionen Einwohnern ein einschneidendes Problem, denn grosse Teile der Energie-Infrastruktur sind ohnehin schon veraltet. Stromausfälle gehören quasi zum Alltag. Zudem ist Kuba bei der Stromversorgung von Öl abhängig.
Nun ist es erstmals zu einem nationalen Blackout gekommen. Das Energieministerium teilte auf der Plattform X mit, die «vollständige Unterbrechung» des Stromnetzes werde untersucht. Einige Stunden später erklärte das Energieministerium: «In verschiedenen Regionen des Landes nehmen die Mikrosysteme bereits den Betrieb auf.»
Immer wieder massive Stromausfälle
Kuba macht für seine Probleme die US-Energieblockade verantwortlich. Im Januar hatte Trump zudem mit Zöllen gegen jedes Land gedroht, das Öl an Kuba verkauft oder liefert. Dabei ist der Inselstaat stark auf ausländische Hilfe und Öllieferungen von Verbündeten wie Mexiko, Russland und Venezuela angewiesen. Zwar produziert Kuba 40 Prozent seines Erdöls selbst und erzeugt seinen eigenen Strom, doch dies reicht nicht aus, um den Bedarf zu decken.
Präsident Miguel Díaz-Canel hatte am Freitag erklärt, die Insel habe seit mehr als drei Monaten keine Öllieferungen mehr erhalten und werde mit Solarenergie, Erdgas und thermoelektrischen Kraftwerken betrieben. Seit Monaten habe die Regierung Operationen für Zehntausende Menschen verschieben müssen, so der kubanische Präsident.
Vor etwa einer Woche betraf ein massiver Stromausfall bereits den Westen der Insel und liess Millionen Menschen ohne Strom zurück. Auch 2025 erlitt Kuba einen massiven Stromausfall im Westen des Landes.