Darum gehts
- Donald Trump spricht von einer möglichen «friedlichen Übernahme» Kubas
- Kuba seit Dezember ohne Öl aus Venezuela wegen US-Blockade
- Vier Tote nach Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und US-Boot
Venezuela abgehakt, next stop Kuba! So oder so ähnlich stellt es sich zumindest Donald Trump (79) vor. Denn inmitten der Spannungen zwischen dem karibischen Staat und den Vereinigten Staaten bringt der US-Präsident eine «friedliche Übernahme» Kubas ins Spiel. Havanna verhandle derzeit zwar mit Washington, sagte Trump in Washington, fügte jedoch hinzu: «Es könnte durchaus zu einer friedlichen Übernahme Kubas kommen.»
Ob Trump sich damit auf eine mögliche Annexion durch die USA bezog oder andere Staaten ebenfalls involviert wären, ging aus der knappen Antwort des Republikaners nicht hervor. Auch einen Zeitrahmen nannte er nicht.
Trump: «Kuba ist ein scheiternder Staat»
Trump betonte, dass Kuba sich «in grossen Schwierigkeiten» befinde. «Kuba ist, gelinde gesagt, ein scheiternder Staat.» Trump zeigte sich zuversichtlich, dass die USA «etwas sehr Positives» für die Bevölkerung des Inselstaates in der Karibik erwirken könnten.
Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung unter Präsident Miguel Díaz-Canel (65) aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten.
Mittlerweile sollen bestimmte Sanktionen gelockert werden. Zusätzlich belastet werden die diplomatischen Beziehungen durch einen Schusswechsel zwischen kubanischen Grenzschützern und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellbootes, bei dem vier Menschen starben.