Darum gehts
- Karoline Leavitt postete auf X ein Foto ihres Stimmzettels aus New Hampshire und erntete Kritik
- Ein Nutzer warf ihr wegen früherer Kritik an Briefwahlen Doppelmoral vor, sie wies das zurück
- Laut Daily Mail stammt das Foto aus der Wahlkabine, der Vorwurf beruht auf einer Verwechslung
Ein Wahlzettel sorgt für Zoff im Netz. Trumps Ex-Sprecherin Karoline Leavitt (29) hat auf X in Foto ihrer ausgefüllten Wahlunterlagen veröffentlicht. Sofort wittern Nutzer Doppelmoral – schliesslich wetterte die Republikanerin früher scharf gegen jede Briefwahl. Doch ist das Foto tatsächlich ein Beleg für einen Widerspruch?
Leavitt war bis August 2026 Sprecherin von US-Präsident Donald Trump. Inzwischen hat sie sich aus dem Amt zurückgezogen, um sich stärker ihrer Familie zu widmen. Die Mutter von zwei Kindern will künftig unter anderem als Kommentatorin für Fox News arbeiten.
Leavitt zu Spott-Kommentar: «Verschwinde!»
Am Dienstag veröffentlichte Leavitt ein Foto ihres ausgefüllten Stimmzettels. Darauf zu sehen sind ihre Kreuze für drei republikanische Kandidaten. Dazu zeigte sie sich mit einem «I Voted»-Sticker und schrieb, sie habe in ihrem Heimatstaat New Hampshire gewählt.
Unter dem Foto stichelt ein Nutzer: «Also sind Briefwahlzettel jetzt doch in Ordnung. Tolle Botschaft!» Leavitt schiesst sofort zurück: «Das ist kein Briefwahlzettel. Ich habe dieses Foto von meinem Wahlzettel direkt in der Wahlkabine gemacht. Verschwinde!» Sie stellte damit klar, dass sie persönlich im Wahllokal abgestimmt hatte. Wie die «Daily Mail» berichtet, handelt es sich bei dem veröffentlichten Foto tatsächlich um einen Stimmzettel aus der Wahlkabine – und nicht um eine Briefwahlunterlage.
Ex-Sprecherin wetterte gegen Briefwahlen
Tatsächlich hatte sich Leavitt in der Vergangenheit wiederholt kritisch über Briefwahlen geäussert. Im November 2025 attackierte sie insbesondere das Wahlsystem in Kalifornien, wo die Wahlunterlagen grundsätzlich automatisch per Post an die Stimmberechtigten verschickt werden.
An einer Pressekonferenz sprach sie von «offensichtlichem Betrug». Sie behauptete, Stimmzettel würden unter falschen Namen oder von Menschen ohne gültigen Aufenthaltsstatus eingereicht. Belege für einen weitverbreiteten Wahlbetrug durch Briefwahl blieb sie allerdings schuldig.
Auch im März 2026 machte sie sich für den «Save America Act» stark. Das Gesetzesvorhaben soll die flächendeckende Briefwahl einschränken und strengere Voraussetzungen für die Stimmabgabe schaffen. Ausnahmen sind unter anderem für Kranke, Menschen mit Behinderung, Militärangehörige und Reisende vorgesehen.