Darum gehts
- Junge Mutter (28) aus Italien verschluckt sich am 14. August an einem Stück Speck
- Trotz Heimlich-Manöver und Koma wurde nach fünf Tagen der Hirntod festgestellt
- Die Frau hinterlässt zwei Kinder, Organspende als «Geschenk von Leben und Hoffnung»
Die 28-jährige Rachele F.* aus Italien ist tot. Fünf Tage lang kämpften Ärzte auf der Intensivstation des Spitals Santa Rosa in Viterbo um ihr Leben – ohne Erfolg.
Das, was der jungen Mutter passiert ist, ist äusserst tragisch. Laut italienischen Medien hatte sich die junge Frau während eines Mittagessens am 14. August an einem Stück Speck verschluckt. Als F. merkte, dass ihr ein Stück des Aufschnitts im Hals steckengeblieben war, rannte sie panisch auf die Strasse und schrie um Hilfe.
Eltern versuchten sie noch zu retten
Ihre Eltern, beide Mitarbeiter des Roten Kreuzes, eilten sofort herbei. Ihr Vater, ein ehemaliger Carabinieri-Unteroffizier, führte das Heimlich-Manöver durch und versuchte, die Atemwege zu befreien. Doch F. verlor das Bewusstsein.
Das Heimlich-Manöver ist ein lebensrettender Handgriff bei starkem Verschlucken. Wenn ein Fremdkörper die Luftröhre blockiert und keine Luft mehr durchkommt, erzeugt der abrupte Druck auf den Oberbauch einen künstlichen Hustenstoss, der das Objekt nach oben befördern soll. Leider verschafft das Manöver nicht in jedem Fall Linderung.
Umgehend kam die junge Frau ins Spital. Fünf Tage lag sie im Koma. Schliesslich wurde bei der jungen Frau der Hirntod festgestellt. Der Sauerstoffmangel hatte irreparable Schäden angerichtet.
F. liebte ihre Kinder über alles
F.s Familie wünscht sich nun, dass die Organe der Mutter gespendet werden.
F. hinterlässt zwei Kinder: ein achtjähriges Mädchen und einen fünfjährigen Jungen. Die junge Frau, die als Barkeeperin arbeitete, war in ihrer Heimatgemeinde beliebt.
Auf Social Media zeigte die Italienerin oft ihre Liebe zu ihren Kindern. Zuletzt schrieb sie am 26. Juli, ihrem Geburtstag, einen rührenden Beitrag für ihre Tochter: «Wenn man mich fragt, was Liebe ist, werde ich von dem Moment erzählen, als sich unsere Blicke zum ersten Mal trafen.»
An Weihnachten 2025 sorgte ein ähnlicher Fall in Italien für Entsetzen. Ein 47-Jähriger erstickte an Panettone und einem Stück Mandarine. Auch in diesem Fall haben die Familienmitglieder sofort die Rettungskräfte alarmiert, dem Todesopfer sei jedoch nicht mehr zu helfen gewesen, hiess es in italienischen Medien.
Erst vor sechs Monaten verschluckte sich eine Frau auf Mallorca an einem Stück Ensaimada – einer mallorquinischen Spezialität. Auch sie kam ums Leben.
* Name bekannt