Darum gehts
- Sturmtief Adam zieht von Spanien über das Mittelmeer nach Frankreich und Italien weiter ostwärts
- Italien meldet orange Warnstufen in sechs Regionen; auf Elba gab es Erdrutsche und Schäden
- Im Süden Frankreichs und auf Korsika führten Unwetter zu Überschwemmungen und zwei Todesfällen
Sturmtief Adam trifft in Italien ein: Bereits am Dienstag hat der italienische Zivilschutz für mehrere Regionen des Landes die Warnstufen Gelb und Orange ausgerufen. Der Grund dafür liegt in einem Sturmtief, das in den vergangenen Tagen bereits über Spanien hinweggefegt ist. Dabei überquert die Unwetterfront vorerst Sardinien, Korsika und die tyrrhenische Küste, bevor sie in Italien eintrifft.
Der nationale Wetterdienst der italienischen Luftwaffe ruft die Bevölkerung dazu auf, Vorsichtsmassnahmen zu treffen und die Hinweise der Behörden zu befolgen. «Informieren Sie sich regelmässig über die aktuelle Wettervorhersage und stellen Sie sich auf erhebliche Einschränkungen im Alltag ein. Reisen Sie nur, wenn die Fahrt unbedingt notwendig ist», heisst es in der Mitteilung weiter.
In mehreren Regionen gilt Warnstufe Orange
Auch am Mittwoch gilt noch in sechs Regionen des Landes (Ligurien, Teile von Piemont, Venetien, Friaul-Julisch, Latium, Kampanien) die Warnstufe Orange. Für weitere 16 Regionen wurde die Warnstufe Gelb ausgerufen. Die heftigsten Unwetter werden im Nordwesten des Landes erwartet. Wie Rai News berichtet, wurden bereits mehrere Schulen aufgrund der Unwetter geschlossen.
Gestern war bereits die Insel Elba von Stürmen erfasst worden. Am späten Abend wurden Regenfälle von über 120 Millimetern verzeichnet. Besonders stark traf es die Westseite der Insel. Laut «Rai News it» kam es in mehreren Städten zu Erdrutschen, die Schäden verursachten. In den Küstengebieten stürzten mehrere Mauern ein und verursachten Verkehrsbehinderungen.
In Frankreich kam es bereits zu Todesfällen
Neben Italien erlebt derzeit auch der Süden und Südosten Frankreichs ein aussergewöhnlich starkes Unwetterereignis. Wie RTL berichtet, führte der Starkregen bereits anfangs Woche zu Überschwemmungen und überfluteten Strassen. In der Nähe von Marseille starb eine Person wegen der Unwetter.
Auch der Norden von Korsika wurde am Dienstag von heftigen Gewittern und Starkregen heimgesucht. Das französische Gewitterobservatorium Keraunos zählte dort zwischen dem frühen Morgen und dem Mittag mehr als 11'000 Blitze. Davon schlugen rund 3400 am Boden ein. Dazu kommen enorme Mengen an Niederschlägen: Innerhalb von nur 24 Stunden kamen bis zu 416 Millimeter Regen auf Haute-Corse runter.
Auf Korsika kam es zudem zu einem weiteren Todesfall. In der Nacht auf Mittwoch haben Einsatzkräfte einen seit Dienstag vermissten Mann (†65) tot geborgen. Die Behörden gehen davon aus, dass er bei Ghisonaccia in seinem Fahrzeug von einem reissenden Fluss mitgezogen wurde. Der Mann wurde laut Medienberichten einige Hundert Meter flussabwärts von seinem Geländewagen gefunden. Eine zweite Person konnte sich laut den Behörden noch aus dem Wagen retten.