Darum gehts
- Israel Katz sieht die Iran-Mission als nicht beendet an
- Er wirft Teheran vor, Atomwaffen anzustreben
- Die Hisbollah warnt er vor Angriffen und ruft die Israelis zu Einheit auf
Israels Verteidigungsminister Israel Katz (71) erklärte am Sonntag, Israels Mission gegen den Iran und dessen Atomprogramm sei «noch nicht abgeschlossen». Der Minister in der Regierung von Premier Benjamin Netanyahu (77) warnte davor, dass Teheran seine Bemühungen für den Erwerb von Atomwaffen wieder aufnehme.
«Was den Iran betrifft, ist die Mission noch nicht abgeschlossen», sagte Katz laut dem Saudi-Arabien nahestehenden Sender «Iran International» bei einer Veranstaltung vor Soldaten. Er warf Teheran vor, neben anderen Aktivitäten, die Israel bedrohten, auch die Produktion von Atomwaffen anzustreben.
Appell an Israelis
«Wir können diese Drohungen nicht akzeptieren», machte Katz deutlich und warnte die libanesische Terrormiliz Hisbollah davor, sich einem möglichen iranischen Angriff auf Israel anzuschliessen.
«Wenn die Hisbollah sich mit dem Iran an einem Angriff auf Israel beteiligt, wird sie einen schweren Schlag erleiden und weiteres Territorium verlieren», sagte Katz. Weiter erklärte er, Israel werde eine proaktive, offensive Politik verfolgen und auf jedes Szenario vorbereitet sein.
Er rief die Israelis ausserdem dazu auf, die nationale Sicherheit über interne Spaltungen zu stellen: «Es ist akzeptabel, zu debattieren und unterschiedlicher Meinung zu sein. Wenn jedoch die Sicherheit der Nation auf dem Spiel steht, müssen wir in der Lage sein, über unsere Differenzen hinwegzusehen.»