Nach Parlamentswahlen
Israelischer Präsident beauftragt Netanyahu-Gegner Eisenkot mit Regierungsbildung

Der israelische Präsident Isaac Herzog hat Netanyahu-Widersacher Gadi Eisenkot mit der Regierungsbildung beauftragt. Dies gab Herzogs Büro am Samstag bekannt.
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Janine EnderliRedaktorin News

Israels Staatspräsident Isaac Herzog hat den Vorsitzenden der Partei Jaschar, Gadi Eisenkot, darüber informiert, ihn mit der Regierungsbildung beauftragen zu wollen. Damit bekommt er den Vorrang vor Premierminister Benjamin Netanyahu (76).

Herzog lud Eisenkot für Sonntag in die Präsidentenresidenz ein, wo ihm das offizielle Mandat zur Bildung einer neuen Regierung übertragen werden soll.

Mit der Vergabe des Mandats an Gadi Eisenkot wird die Phase der konkreten Regierungsbildung eingeleitet. Dass er den Auftrag erhält, bedeutet jedoch noch nicht automatisch, dass er auch Regierungschef wird.

So geht es jetzt weiter

Dass Eisenkot den Vorzug vor Netanyahu erhält, liegt am israelischen System. Entscheidend für die Vergabe des Auftrags durch Staatspräsident Herzog ist nicht die stärkste Einzelpartei, sondern die Anzahl der Empfehlungen der gewählten Parlamentarier.

Während Netanyahu mit seinen traditionellen Partnern keine Mehrheit hinter sich vereinen konnte, sicherte sich Eisenkot die Unterstützung eines breiten Bündnisses aus Opposition und arabischen Listen – mit 67 von 120 Empfehlungen hat er auf dem Papier somit die besseren Chancen. Scheitert er jedoch daran, innerhalb der Frist von bis zu 42 Tagen eine Koalition zu bilden, geht das Mandat an Netanyahu weiter.

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