In Polen verurteilt
Russischer Spion plante möglicherweise Selenski-Attentat

Ein polnisches Gericht verurteilte Pawel K. (50) wegen Spionage zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft. Der Mann soll für den russischen Geheimdienst gearbeitet haben. Seine Informationen hätten zur Planung eines Attentats auf Wolodimir Selenski beitrag können.
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In Polen wurde ein russischer Spion verurteilt, dessen Arbeit zur Planung eines Attentats auf Wolodimir Selenski hätten beitragen können
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Pole Pawel K. verurteilt wegen Spionage für Russland, 3,5 Jahre Haft
  • Er plante Attentat auf Selenski, nutzte Flughafen-Informationen
  • 50-jähriger lebte in Hrubieszów, nahe ukrainischer Grenze
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Mattia JutzelerRedaktor News

Ein 50-jähriger Pole wurde von einem Bezirksgericht wegen Spionage zu drei Jahren und sechs Monaten Knast verurteilt. Der Mann namens Pawel K.* soll mit dem russischen Geheimdienst zusammengearbeitet und wichtige Informationen weitergegeben haben. 

Der Spion lebte in der polnischen Kleinstadt Hrubieszów direkt an der Grenze zur Ukraine, berichtet das Nachrichtenportal RMF 24. Pawel K. meldete sich freiwillig als Spion für den russischen Militärgeheimdienst und übernahm nachrichtendienstliche Aufgaben. Er soll ausserdem dazu bereit gewesen sein, der berüchtigten Wagner-Gruppe oder direkt dem russischen Militär beizutreten.

Beihilfe zu möglichem Selenski-Attentat

Zu den mutmasslichen Aktivitäten von Pawel K. gehörte laut RMF 24 die Weitergabe von Informationen über die Sicherheit des Flughafens Rzeszów-Jasionka, der sich süd-östlich seiner Heimatstadt befindet. Der Flughafen dient laut dem «Spiegel» als Drehkreuz für westliche Waffenlieferungen in die Ukraine.

Auch Wolodimir Selenski (48) startet und landet regelmässig von diesem Flughafen aus. Die Informationen hätten also zur Planung eines Attentats auf den ukrainischen Präsidenten beitragen können.

Auch in der Schweiz treiben ausländische Spione ihr Unwesen. Insbesondere China und Russland würden hierzulande beide eine starke nachrichtendienstliche Präsenz unterhalten. «Ein erheblicher Teil der Informationsbeschaffung erfolgt mit menschlichen Quellen. Für diese Aktivitäten werden unter anderem diplomatische Vertretungen genutzt», meint eine Sprecherin des Bundesnachrichtendienstes NDB. 

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