«Ich habe Herrn Thompson erschossen und er ist gestorben»
CEO-Killer Luigi Mangione bekennt sich schuldig

Luigi Mangione räumte am Freitag vor dem Bundesgericht ein, den damaligen CEO von UnitedHealthcare, Brian Thompson (†50), im Dezember 2024 getötet zu haben. Auch zum zweiten Anklagepunkt wegen Stalkings bekannte er sich schuldig. Die Urteilsverkündung folgt im Dezember.
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Luigi Mangione hat sich am Freitag schuldig bekannt, den CEO von UnitedHealthcare erschossen zu haben.
Foto: IMAGO/UPI Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Luigi Mangione (28) gesteht Mord an Brian Thompson (†50) in New York
  • Mangione gab sich als Investor aus, um CEO zu stalken und töten
  • Urteilsverkündung am 18. Dezember, staatlicher Prozess ab 8. September in New York
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Luigi Mangione (28) soll im Dezember 2024 in New York City auf Brian Thompson (†50), damals CEO des milliardenschweren US-Krankenversicherers UnitedHealthcare, mehrere Schüsse mit einer Pistole mit Schalldämpfer abgegeben haben. Dieser war auf dem Weg zu einem Hotel in Manhattan, wo die Muttergesellschaft seines Unternehmens ihre jährliche Investorenkonferenz abhielt. Thompson erlag seinen schweren Verletzungen.

Nun hat sich Mangione am Freitag vor dem Bundesgericht als schuldig bekannt, wie US-Medien berichten. «Ich habe Herrn Thompson erschossen, und er ist gestorben», erklärte der 28-Jährige. Er schloss: «Ich wusste, dass das, was ich tat, illegal war.» Zudem hatte Mangione dem Gericht kurz zuvor die Handlungen geschildert, die er vor der Tötung unternommen hatte. Auch zum Anklagepunkt wegen Stalkings des Opfers im Vorfeld der Tötung bekannte er sich schuldig. 

Urteilsverkündung im Dezember

Mangione erklärte vor Gericht, dass er «nachdem er jahrelang unter den Schmerzen eines gebrochenen Rückens gelitten hatte» und ähnliche Erfahrungen bei anderen miterlebt habe, erfahren habe, dass UnitedHealthcare seine jährliche Investorenkonferenz im Dezember 2024 abhalten werde, zitiert CNN seine Aussage.. Da der genaue Ort nicht öffentlich bekanntgegeben worden sei, habe Mangione akribisch recherchiert, um den Ort und die dort anzutreffenden Personen herauszufinden.

«Im November 2024 reiste ich von ausserhalb des Bundesstaates New York nach Manhattan. Dort kontaktierte ich die Führungsebene von UnitedHealthcare per E-Mail und gab mich als Investor eines Unternehmens mit einem verwalteten Vermögen von über 15 Milliarden US-Dollar aus. Ich bat um Informationen zur Konferenz. Anders als bei meinen vorherigen Kontakten mit Versicherern erhielt ich innerhalb einer Stunde eine Antwort», führte Mangione aus. 

Die Urteilsverkündung gegen Luigi Mangione im Bundesverfahren steht noch aus. Diese ist für Freitag, den 18. Dezember, um 11 Uhr angesetzt, verkündete Richterin Margaret Garnett. Mangione droht lebenslange Haft.

Hat das Schuldbekenntnis Auswirkungen auf die staatliche Anklage?

Trotz dieses Schuldbekenntnisses in Bezug auf die Anklagepunkte auf Bundesebene muss sich Mangione weiterhin wegen acht Anklagepunkten vor dem Staat New York verantworten, darunter Mord zweiten Grades. In allen acht Anklagepunkten hatte er sich für nicht schuldig erklärt. Der dementsprechende Prozess soll am 8. September beginnen.

Wie BBC berichtet, könnte das Schuldbekenntnis im Bundesverfahren jedoch weitreichende Auswirkungen auf das bevorstehende Verfahren vor dem Staatsgericht haben. So stünde den Verteidigern nun die Möglichkeit eröffnen, geltend zu machen, dass das Verfahren vor dem Staatsgericht gegen das Verbot der doppelten Strafverfolgung verstösst – einen verfassungsrechtlichen Schutz in den USA, der verhindert, dass eine Person zweimal wegen derselben Straftat strafrechtlich verfolgt wird.

Keine Todesstrafe für Mangione

Schon im September letzten Jahres waren zwei Anklagepunkte auf Bundesstaatsebene fallen gelassen worden. Der Anklagepunkt in Zusammenhang mit Terrorismus und auch der Anklagepunkt des vorsätzlichen Mordes würden nicht weiter verfolgt, teilte das Gericht in New York damals mit. 

Im Januar hatte eine Bundesrichterin zudem die Anklage wegen Mordes und Waffenbesitzes gegen Mangione wegen formaler Fehler abgewiesen. Mangione droht daher keine Todesstrafe mehr. 

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