Mord an CEO von UnitedHealthcare
Luigi Mangione entgeht Todesstrafe

Luigi Mangione wird nicht mit der Todesstrafe belegt. Das entschied eine US-Richterin am Freitag. Mangione wird vorgeworfen, den CEO von United Healthcare, Brian Thompson, im Dezember 2024 in New York City getötet zu haben.
Kommentieren
1/4
Luigi Mangione entgeht der Todesstrafe: Wegen formaler Fehler wird eine Mordanklage abgewiesen.
Foto: AP

Darum gehts

  • Luigi Mangione entgeht in den USA der Todesstrafe
  • US-Medien berichten übereinstimmend über den Fall des CEO-Killers
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
RMS_Portrait_AUTOR_554_NEU.jpg
Alexander TerweyStv. Teamlead News-Desk

Der mutmassliche CEO-Killer Luigi Mangione (27) entgeht einer Todesstrafe. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. US-Bezirksrichterin Margaret Garnett entschied, dass Mangione nicht mit der Todesstrafe belegt wird.

Konkret darf die Bundesanwaltschaft im Fall des Mordes an Brian Thompson (†50) gemäss US-Medien nicht die Todesstrafe fordern. Demnach wies sie die Mordanklage gegen Mangione wegen formaler Fehler ab. Allerdings bleibt die Anklage wegen Stalkings bestehen. Mangione droht also lebenslange Haft. 

Mangione soll noch am Freitagvormittag (Ortszeit) zu einer Anhörung vor Gericht erscheinen. 

Im April 2025 Todesstrafe gefordert

Mangione soll im Dezember 2024 in New York City auf Thompson, damals CEO von UnitedHealthcare, mehrere Schüsse mit einer Pistole mit Schalldämpfer abgegeben haben. Dieser war auf dem Weg zu einem Hotel in Manhattan, wo die Muttergesellschaft seines Unternehmens ihre jährliche Investorenkonferenz abhielt. Thompson erlag seinen schweren Verletzungen.

Im April 2025 hatte sich Justizministerin Pamela Bondi für die Todesstrafe gegen Luigi Mangione ausgesprochen. Die Ministerin sprach von einem «geplanten, kaltblütigen Mord, der Amerika schockiert hat». In einem dementsprechenden Antrag behauptete Staatsanwalt Perry Carbone, Mangione habe «beschlossen, Thompson zu töten, um eine ideologische Botschaft zu verbreiten und eine breite Ablehnung der Branche hervorzurufen, für die das Opfer arbeitete.»

Ermittler untersuchten ein angebliches Manifest

Im Dezember 2024 hatten Ermittler Notizen Mangiones untersucht, in denen er sich angeblich fragte, was besser sein könnte, als «den CEO bei seiner eigenen Erbsenzähler-Konferenz zu töten?». Zusätzlich wurde ein dreiseitiges manifestartiges Dokument untersucht, das Mangione bei sich getragen hatte, nachdem er fünf Tage nach den Schüssen gefasst worden war. 

Laut den Strafverfolgungsbehörden enthielt das Dokument wütende Bemerkungen über «parasitäre» Krankenversicherungen und drückte Mangiones Verachtung für «die Gier und die Macht der Unternehmen» aus. In dem Dokument habe es weiter geheissen, dass Mangione allein gehandelt habe. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen