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Nepal nach der Sturzflut:Aufnahmen von oben zeigen Ausmass der Zerstörung

Hunderte Vermisste, zahlreiche Tote
Was wir zur Sturzflut in Nepal wissen

Eine Flutwelle im Himalaya hat mindestens 389 Menschen in den Tod gerissen. Zahlreiche Reisende und Einheimische werden noch vermisst. Die wichtigsten Antworten zur Katastrophe.
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Die Flutwelle im Himalaya riss Menschen und Gebäude mit.
Foto: Imago

Darum gehts

  • Flutwelle reisst am 26. August in Nepal 389 Menschen in den Tod
  • 341 ausländische Staatsangehörige, darunter 47 Amerikaner, werden vermisst
  • Eislawine in Tibet als mögliche Ursache identifiziert
Gabriel Knupfer
Gabriel KnupferRedaktor News

Eine katastrophale Flutwelle im Himalaya hat am Mittwoch Menschen und Gebäude mitgerissen. Die nepalesische Polizei meldete bislang 389 Tote. Mehr als 500 Reisende aus dem Ausland und zahlreiche Einheimische werden vermisst. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was ist passiert?

Laut nepalesischen Forschern hat wahrscheinlich eine Eislawine einen Zufluss des Bhotekoshi in Tibet blockiert. Als das aufgestaute Wasser durchbrach, stürzte es als gewaltige Flutwelle durch das Tal flussabwärts nach Nepal und riss alles mit, was im Weg stand.

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Beeindruckendes Drohnen-Video:So bahnte sich die Flutwelle ihren Weg durchs Tal

Die US-Erdbebenwarte verzeichnete am Mittwochmorgen Erschütterungen der Stärke 5,2 in der Grenzregion. Das deutete nach am selben Tag auf einen Gletscherabbruch hin.

Am Donnerstagmorgen bestätigte die Behörde dies als Auslöser der Katastrophe, wie CNN schreibt. «Weitere Analysen von nahegelegenen seismischen Stationen, langperiodischen seismischen Wellen und Satellitenbildern führten zu der Feststellung, dass es sich bei dem seismischen Ereignis stattdessen um einen Gletschereinsturz und einen Schuttstrom handelte und dass kein Erdbeben stattgefunden hatte», teilte die Behörde in einem Bericht mit.

Wo geschah die Katastrophe genau?

Die Flutwelle verwüstete das Flusstal des Bhotekoshi in Tibet und Nepal. Die meisten Toten und Vermissten gibt es im nepalesischen Distrikt Rasuwa an der Grenze zur Volksrepublik China. Dort liegt ein bekanntes Hochgebirgs-Trekkinggebiet.

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Wie ist die Lage in Tibet?

Die chinesischen Behörden meldeten bisher drei Tote und über 500 Vermisste im autonomen Gebiet Tibet. Unter den Vermissten sind 260 ausländische Staatsangehörige. Die Region ist dünn besiedelt. Aktuell versuchen die Rettungskräfte, die Strassen vom Schlamm zu befreien, um die Rettungsmassnahmen in Gang zu bringen. Laut dem Sender CNN erschwert anhaltender Regen die Arbeiten.

Ein Video zeigt, wie der Grenzübergang zu Nepal von der Schlammlawine überrollt wird. Es lässt befürchten, dass es auch auf chinesischer Seite viele Tote gab.

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Menschen flüchten in Panik:Grenzübergang wird von Schlammlawine überrollt

Warum gibt es so viele Vermisste?

In allen betroffenen Regionen werden insgesamt über 1300 Menschen vermisst. Die Welle traf eine beliebte Route für Pilger und Touristen. So führt die Route zum heiligen Berg Kailash in Tibet durch die betroffene Region. Für westliche Trekkingtouristen ist der Distrikt Rasuwa zudem wegen der Nähe zur Hauptstadt Kathmandu besonders günstig gelegen.

Aktuell versuchen die Botschaften, Kontakt zu ihren Landsleuten in der betroffenen Region aufzunehmen. Doch die Kommunikation gestaltet sich aufgrund der Katastrophe schwierig. Niemand kann die genaue Opferzahl abschätzen.

Was weiss man zu den Opfern?

Die Toten wurden noch nicht identifiziert. Unter den Vermissten in Nepal befinden sich laut der Agentur AP 341 ausländische Staatsangehörige. Darunter sind 47 Personen aus den USA. Schweizer Opfer oder Vermisste wurden bisher nicht gemeldet.

Laut CNN werden auch mindestens 28 nepalesische Polizisten vermisst. Ein indischer Guru gibt zudem an, dass der Kontakt zu mindestens 77 Menschen einer Pilgergruppe in China abgebrochen sei.

Wie läuft die Suche?

Die Rettungsmassnahmen werden in der Nacht fortgesetzt, wie der nepalesische Premierminister auf Facebook schreibt. Viele Betroffene sollen demnach am Donnerstagmorgen per Helikopter evakuiert werden. Die Rettungskräfte versuchen zudem, Menschen zu retten, die in Tunneln eingeschlossen sind.

Alle neuen Entwicklungen findest du im Ticker zur Katastrophe.

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