Darum gehts
- Übersetzungsfehler sorgt bei Zugpassagierin für Unmut
- Fehler bei externen automatisierten Übersetzungstools festgestellt
- Schweiz: Ehepaar bekommt Strafe wegen Namensfehler auf Zugticket
Eine Frau aus Österreich freute sich auf eine entspannte Zugfahrt von Wien nach Nürnberg, doch dann der Schock: Die im Deutschen sehr geläufige Abkürzung «Std.» für «Stunden» wurde auf dem Zugticket der Passagierin fälschlicherweise als «Geschlechtskrankheit» angezeigt. Dies wohl wegen eines technischen Fehlers. Ein Übersetzungstool nahm an, es handle sich bei der Bezeichnung «Std.» um «sexually transmitted disease».
«Vor lauter Scham im Erdboden versunken»
Die junge Frau brach den Buchungsvorgang sofort ab und wollte ihr Ticket lieber woanders kaufen. «Ich wollte mich mit so einem Ticket nicht vor dem Schaffner rechtfertigen müssen, da wär ich vor lauter Scham im Erdboden versunken», so die Frau zur «Kronen-Zeitung».
Der Anbieter bedauert den Vorfall, weist aber jede Schuld von sich. Die Ursache liegt offenbar in automatisierten Übersetzungssystemen, die Abkürzungen nicht korrekt im Kontext erkennen. Auf Nachfrage erklärte eine Sprecherin des Anbieters Omio, man sei nach umfassender Überprüfung zu dem Schluss gekommen, «dass die Ursache bei externen Übersetzungstools zu liegen scheint». Und weiter: «Innerhalb unserer Plattform wird die korrekte Bezeichnung angezeigt.»
«Nicht altersgerecht»
Ein weiterer kurioser Vorfall ereignete sich auf einer digitalen Ticket-App, als bei einem Nutzer plötzlich ein falsches Alter im Profil angezeigt wurde. Dadurch wurde seine bereits gebuchte Fahrkarte automatisch als «nicht altersgerecht» eingestuft und vorübergehend gesperrt, wie Reisereporter berichtet.
Der Nutzer konnte seine Fahrt zunächst nicht antreten und musste sich beim Kundendienst melden, da das System ihn aufgrund der fehlerhaften Altersangabe nicht mehr korrekt zuordnen konnte. Erst nach mehreren Minuten und einer manuellen Prüfung durch den Support wurde das Ticket wieder freigeschaltet und die Reise freigegeben.
«Heidi» statt «Heidemarie»
Ein deutsches Ehepaar wurde bei einer Zugkontrolle in der Schweiz gebüsst, weil auf dem Ticket «Heidi» statt «Heidemarie» stand. Das Paar erhielt eine Busse von 252 Franken, obwohl die Tickets ordnungsgemäss bezahlt waren, wie Blue News berichtet.
Obwohl die 81-Jährige den Namen seit Jahren nutzt, erklärte der Kontrolleur das Ticket für ungültig und drohte sogar mit der Polizei.