Darum gehts
- Frankreichs Militär trainiert mit 12'000 Soldaten für Kriegsszenarien in Europa
- Erstmals werden zivile Ressourcen wie Fahrzeuge und Personal registriert
- Übung «Orion 2026» seit Februar, finale Phase bis 30. April
Frankreichs Militär probt für den grossen Konflikt. Im Rahmen der Übung «Orion 2026» trainieren derzeit 12'000 Soldaten einen Krieg mit hoher Intensität in Europa. Doch nicht nur das: Erstmals werden auch zivile Ressourcen wie Fahrzeuge, Dienstleistungen und Personal für militärische Zwecke erfasst. Dies berichtet unter anderem das französische Militärportal «Opex360».
Vom 27. bis 30. April wurden in den französischen Städten Moulins und Clermont-Ferrand ausserdem umfangreiche Zählungen von Personen, Gütern und Dienstleistungen durchgeführt. Ziel dieser Massnahme sei es, «die nationale Bereitschaft für die Möglichkeit eines grösseren Einsatzes zu stärken», erklärte das französische Verteidigungsministerium.
Helikopterflug und Artillerie-Demonstration für Macron
Die Übung, an der auch Deutschland und andere Länder teilnehmen, läuft seit Februar und befindet sich aktuell in ihrer finalen Phase. Im Mittelpunkt steht die «Verlegung und Resilienz der Gefechtsstände auf Korps- und Divisionsebene», so das Verteidigungsministerium. Vom 20. bis 30. April trainieren Soldaten Einsätze im offenen Gelände, während die 1. Division und die 7. Panzerbrigade ebenfalls zentrale Rollen übernehmen.
Auch der französische Präsident Emmanuel Macron wird am Donnerstagnachmittag an der Militärübung teilnehmen. Geplant sind laut AP-News unter anderem ein Helikopterflug um 14 Uhr sowie eine Demonstration der Artillerie. Eine Rede des Präsidenten ist zudem am späteren Nachmittag angesetzt. Blick wird diese Rede live übertragen.