Iran greift Bahrain erneut mit Drohnen an
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Treibstoffanlage in Flammen:Iran greift Bahrain erneut mit Drohnen an

Iran droht Trump direkt
«Werden nicht aufhören, bis ihr diesen Fehler bereut»

Die USA und Israel haben dem Iran den Krieg erklärt. Seither befindet sich der Nahe Osten unter Beschuss. Im Ticker halten wir dich über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden.
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Blick Newsdesk
vor 31 Minuten

USA wollen «so bald wie möglich» Tanker eskortieren

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Die US-Marine wird so bald wie «militärisch möglich» mit der Eskortierung von Schiffen durch die Strasse von Hormus beginnen. Dies erklärte US-Finanzminister Scott Bessent am Donnerstag gegenüber «Sky News».

Foto: keystone-sda.ch

«Das war schon immer Teil unserer Planung, dass die US-Marine oder vielleicht eine internationale Koalition Öltanker durch die Strasse eskortieren wird», sagte Bessent.» Wir haben monatelang, wochenlang Szenarioanalysen durchgeführt, um uns darauf vorzubereiten.»

Es sei definitiv eine Perspektive, sobald die USA und Israel die Hoheit über den Luftraum hätten. In den vergangenen Tagen kündigten die USA mehrfach an, Schiffe begleiten zu wollen. Bis anhin wurde dies jedoch noch nicht umgesetzt. Einige Militäranalysten sind der Meinung, dass ein solches Vorhaben nur mit Bodentruppen möglich sei. 

vor 45 Minuten

Iran schwört: «Werden nicht aufhören, bis ihr diesen Fehler bereut»

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es sind eindringliche Worte: Der iranische Sicherheitschef Ali Larijani hat sich am Donnerstag direkt an US-Präsident Donald Trump gewandt. Er erklärte, sein Land werde im Kampf gegen die USA und Israel nicht nachlassen. 

Foto: keystone-sda.ch

«Wir werden nicht aufgeben, bis ihr diesen schweren Fehler bereut», sagte er direkt an Donald Trump gerichtet. 

Trump verkündete mehrfach, den Krieg bereits am ersten Tag gewonnen zu haben. 

«Trump sagt, er strebe einen schnellen Sieg an. Einen Krieg zu beginnen ist leicht, aber mit ein paar Tweets lässt er sich nicht gewinnen», schrieb Larijani auf X. 

Gestern Abend erklärte Trump bei einer Kundgebung in Kentucky, dass die USA den Krieg gegen den Iran gewonnen hätten. «Es ist nur gut, wenn man gewinnt», sagte Trump über den Krieg, bevor er behauptete: «Und wir haben gewonnen.»

In diesem Artikel ​von meinem Kollegen Samuel Schuhmacher erfährst du, warum Donald Trump die Kontrolle verloren und welche Konsequenzen die Sperrung der Strasse von Hormus für Amerika hat. 

17:07 Uhr

Britische Spezialeinheiten im Irak angegriffen

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Feuer, Hektik, Verletzte: Eine britisch-amerikanische Militärbasis im Norden des Irak wurde am Mittwochabend von einem «Schwarm iranischer Drohnen» angegriffen, wie heute bekannt wird. 

Der britische Verteidigungsminister John Healey mit Soldaten.
Foto: keystone-sda.ch

Auf dem Standort sind britische Spezialkräfte stationiert. Bei dem Vorfall wurden mehrere US-Soldaten verletzt, schreiben britische Medien. Britische Staatsangehörige seien nicht verletzt worden. 

Der britische Verteidigungsminister John Healey forderte am Donnerstag ein Ende des Konflikts und betonte, dass vor allem Kremlchef Wladimir Putin vom Krieg profitiere. «Niemand ausser Putin profitiert von dieser Krise», erklärte Healey. Der russische Präsident profitiere finanziell von den steigenden Rohstoffpreisen, während die internationale Gemeinschaft unter den Auswirkungen leide. 

16:39 Uhr

Der Iran exportiert trotz Krieg mehr Öl als vorher

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Es ist eine Nachricht, die manche überraschen dürfte: Der Iran exportiert mehr Öl durch die Strasse von Hormus als vor dem Krieg. Dies berichtet das «Wall Street Journal». 

Während die arabischen Ölproduzenten am Golf, von Saudi-Arabien bis Irak, ihre Produktion drosseln und versuchen, die Strasse von Hormus zu umgehen, läuft das Geschäft für den Iran ungehindert weiter. 

Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Zur Erinnerung: Die Islamische Revolutionsgarde des Iran drohte mehrfach mit Angriffen auf alle Schiffe, die versuchen, die Meerenge zu durchqueren. 

Laut Daten des Tanker-Tracking-Unternehmens Kpler haben mehrere Tanker seit Kriegsbeginn durchschnittlich 2,1 Millionen Barrel iranisches Öl geladen, mehr als die zwei Millionen Barrel pro Tag, die der Iran im Februar exportiert hat.

Das Öl geht zu einem grossen Teil nach China – Europa kauft wegen Sanktionen kaum iranisches Öl. 

Seit Beginn des Kriegs sind laut dem Datenanbieter Lloyd’s List Intelligence etwa 15 Schiffe durch die Meerenge gefahren, die iranisches Öl nach China und Indien transportieren. Sie gehören meist zur «Dark Fleet» – eine Schattenflotte von Tankern, die oft unter fremden Flagge fährt. Viele davon sind in Wahrheit kleine chinesische Tanker, die ihre Identität offen mitteilen.

Sie informieren die Revolutionsgarde per Lautsprecher und Kurzwellenfunk, indem sie auf Englisch senden: «Wir sind ein chinesisches Schiff. Wir kommen durch und sind freundlich», zitiert das «Wall Street Journal» die Funksprüche. 

Klar ist: Die Durchfahrt bleibt für die Schiffe ein kalkuliertes Risiko. Mindestens zwei Tanker wurden von den Iranern seit Kriegsbeginn bereits getroffen. 

14:39 Uhr

Erstes Statement: Modschtaba Chamenei fordert Rache

Von Janine Enderli, Redaktorin am Newsdesk

Der neue oberste Führer des Iran, Ajatollah Modschtaba Chamenei, gibt am Donnerstagmittag (Schweizer Zeit) seine erste Erklärung seit seiner Ernennung ab. Ein Sprecher des 56-Jährigen liest im iranischen Staatsfernsehen eine Mitteilung des neuen Oberhauptes vor. 

In der Stellungnahme fordert Chamenei Rache für die Kriegsopfer. Der 56-jährige Kleriker betont die Notwendigkeit von Vergeltung – insbesondere für die bei einem Luftangriff getöteten Mädchen, wie es in einer Erklärung heisst. «Der Iran wird weiter kämpfen, um das Blut all seiner Märtyrer zu rächen.»

Weiter erklärte Chamenei, die Strasse von Hormus müsse geschlossen bleiben. Dies um die Feinde des Iran unter Druck zu setzen. Ausserdem wurde verlesen, dass die Angriffe auf die Golfstaaten fortgesetzt werden, jedoch stehen dabei vor allem US-Stützpunkte im Fokus. «Der Iran strebt gute Beziehungen zu seinen Nachbarn an. Er zielt nur auf die US-Stützpunkte auf ihrem Territorium ab und wird dies auch weiterhin tun.»

In den letzten Stunden wurde intensiv über den Gesundheitszustand Chameneis spekuliert. Es gibt Gerüchte, dass er im Koma liegen soll. Mein Kollege Mattia Jutzeler hat die Spekulationen im Tickereintrag von 13.56 Uhr thematisiert. Demnach soll Chamenei beim Angriff auf seinen Vater schwere Verletzungen erlitten haben. 

Foto: KEYSTONE/AP/VAHID SALEMI
13:56 Uhr

Wie geht es dem neuen Ayatollah?

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Modschtaba Chamenei wurde am Montag offiziell zum neuen Machthaber im Iran ausgerufen. Seit seiner Wahl hatte er aber noch keinen öffentlichen Auftritt. Lange schon machen Gerüchte die Runde, der neue Ayatollah sei verletzt. 

Der iranische Botschafter in Zypern bestätigte dies am Mittwoch gegenüber dem «Guardian». Modschtaba Chamenei wurde bei demselben Luftangriff verletzt, der seinem Vater Ali Chamenei das Leben kostete. «Ich habe gehört, dass er an Beinen, Hand und Arm verletzt wurde», meint der Botschafter. Er habe Glück gehabt, den Angriff überlebt zu haben. In einer anderen Analyse des «Guardian» meint ein Diplomatie-Experte, dass ein Beinbruch und Gesichtsverletzungen «zu den Mindestangaben» von Modschtaba Chameneis Verletzungen gehören.

Foto: Vahid Salemi/AP/dpa

Die «Sun» behauptet nun, genauere Informationen zum Gesundheitszustand des neuen Ayatollahs zu haben. Eine Quelle habe der britischen Zeitung berichtet, Modschtaba Chamenei habe mindestens ein Bein verloren und ausserdem schwere Magen- oder Leberschäden erlitten. Er liege momentan im Koma.

Die Quelle der «Sun» kenne Mitglieder des Ärzteteams, das Chamenei im Moment behandelt. Der iranische Präsident habe das Spital, in dem sich der Ayatollah befindet, vor wenigen Tagen besucht. Der Verletzungsgrad des neuen Ayatollahs wurde allerdings nicht offiziell bestätigt.

12:48 Uhr

Dubai-Flüge: Kostenlos umbuchen oder Geld zurück

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am News-Desk

Die Swiss verlängert die Streichung ihrer Flüge nach Dubai um fast zwei Wochen. Bisher waren die Reisen bis einschliesslich 15. März ausgesetzt. Am Donnerstag gibt die Fluggesellschaft bekannt, diese Massnahme bis einschliesslich 28. März zu verlängern. 

Die Swiss fliegt bis einschliesslich 28. März nicht nach Dubai.
Foto: Sven Thomann

Grund dafür sei, dass die Flughäfen in Dubai die Anzahl der Flugbewegungen aus Kapazitätsgründen infolge des Irankrieges erheblich reduzieren, heisst es in einer Mitteilung der Fluggesellschaft. Die Swiss werde prüfen, inwieweit es trotz der starken Einschränkungen möglich sein wird, einzelne Flüge durchzuführen. 

Betroffene Fluggäste können kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Ticketpreis zurück, heisst es in der Mitteilung weiter.

12:17 Uhr

Brand auf Containerschiff nahe der Strasse von Hormus

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Ein Schiff der Firma Hapag-Lloyd ist in der Nähe der Strasse von Hormus von Splittern einer Artilleriegranate getroffen worden. Wie die «Bild» schreibt, habe der Frachter infolgedessen Feuer gefangen. Die Crew hätte den Brand allerdings schnell löschen können und sei wohlauf.

Symbolbild
Foto: IMAGO/Johannes Koziol

Der Iran blockiert die wichtige Meerenge aktuell weitestgehend. Das wirkt sich auf die Spritpreise aus. Wie? Das erfährst du im Artikel meiner Kollegin Milena Kälin.

10:29 Uhr

Iranische Rakete zerstört Wohnhaus

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Ein israelisches Ehepaar entkommt am Donnerstagmorgen nur knapp einer riesigen Explosion. Wie die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet, treffen iranische Raketen ein Wohnhaus im Zentrum Israels. Das Ehepaar konnte sich noch gerade noch in einen Schutzraum retten, als sich ihr Haus in der Gemeinde Haniel mit Rauch füllte.

Raketen treffen Wohnhäuser in Nordisrael
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Krater und Verletzte:Raketen treffen Wohnhäuser in Nordisrael

«Es gab eine Explosion, einen gewaltigen Knall. Die Tür des Schutzraums hat richtig gewackelt!», erzählt der Ehemann der Agentur Reuters. Das Haus wurde beim Angriff fast komplett zerstört. Wände wurden herausgerissen, Möbel umgeworfen und zerstört. Die Explosion hinterliess ausserdem einen tiefen Krater im Boden und brachte einen Baum zum Umstürzen.

Später in der Nacht wurden auch iranische Angriffe in Jerusalem gemeldet. Laut CNN verursachten herabfallende Trümmerteile einer Abfangrakete einen Brand auf einem offenen Feld. 

08:18 Uhr

Grossbrand in Bahrain nach iranischem Angriff

Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk

Bahrain am Persischen Golf wurde in der Nacht auf Donnerstag erneut zum Ziel iranischer Angriffe. In einem Treibstofflager im Norden des Landes brach infolge einer Attacke ein grosses Feuer aus. Auf einem Video des nationalen Kommunikationszentrums ist zu sehen, wie Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpfen. 

Iran greift Bahrain erneut mit Drohnen an
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Treibstoffanlage in Flammen:Iran greift Bahrain erneut mit Drohnen an

Das Innenministerium Bahrains hatte die Bevölkerung in der Region gewarnt, wegen der giftigen Dämpfe in ihren Häusern zu bleiben und die Fenster zu schliessen. Laut einem Bericht von Al Jazeera wurden am Donnerstagmorgen weitere Ziele in der Nähe des Flughafens in der Hauptstadt Manamah angegriffen. Es seien hohe Rauchsäulen beobachtet worden.

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