«Fahrzeug als Waffe benutzt»
ICE-Beamter erschiesst Frau (†37) in Minneapolis

In Minneapolis hat ein ICE-Beamter am Mittwochmorgen eine Frau erschossen. Laut US-Heimatschutzministerium setzte sie ihr Auto als Waffe ein, um Beamte zu überfahren. Im Anschluss an die Tat wurden ICE-Agenten mit Schneebällen beworfen.
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Das FBI schaut sich den Geländewagen der Getöteten an.
Foto: AP

Darum gehts

  • USA: Eine Frau wurde am Mittwoch in Minneapolis erschossen
  • Sie soll versucht haben, ICE-Beamte mit ihrem Auto zu überfahren
  • Seit Dezember 2025 nahmen ICE-Beamte in Minneapolis etwa 1400 Personen fest
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Marian NadlerRedaktor News

Am Mittwochmorgen Ortszeit wurde in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota eine Frau (†37) von einem Beamten der Einwanderungsbehörde ICE erschossen. Eine entsprechende Meldung bestätigte das US-Heimatschutzministerium gegenüber NBC News. 

Die Frau soll angeblich «ihr Fahrzeug als Waffe» eingesetzt und versucht haben, «Strafverfolgungsbeamte zu überfahren, um sie zu töten», wie die Sprecherin des Heimatschutzministeriums, Tricia McLaughlin, in einer Erklärung bekannt gab. Der ICE-Agent habe daraufhin Schüsse zu seiner Verteidigung abgefeuert und die Frau getötet. «Er rettete damit sein eigenes Leben und das seiner Kollegen.» Die Frau habe eine Kopfverletzung erlitten und sei im Spital für tot erklärt worden.

Geländewagen soll auf ICE-Agenten zugerast sein

US-Präsident Donald Trump (79) setzt in mehreren US-amerikanischen Metropolen Einwanderungsbeamte ein, die zunehmend aggressive Taktiken anwenden. Dies führt zu Spannungen mit lokalen Behörden und der Bevölkerung. In einigen Städten kam es zu Protesten.

Videoaufnahmen des regionalen Senders «Kare 11» aus Minneapolis zeigten einen bordeauxroten Geländewagen mit einem Einschussloch in der Windschutzscheibe. Das Fahrzeug war gegen einen Lichtmast geprallt.

Trump gibt Update zu angefahrenem ICE-Agenten

Nach den Schüssen versammelten sich Anwohner und Einheimische auf der Strasse, skandierten Parolen und bewarfen die Bundesbeamten mit Schneebällen, wie «Kare 11» berichtete. Die Antwort erfolgte prompt – in Form von Pfefferspray und Tränengas. 

US-Präsident Donald Trump (79) schrieb in einem Post auf seiner Plattform Truth Social, es sei schrecklich, ein online kursierendes Video zu den Vorfällen anzusehen. Die Frau am Steuer des Autos habe sich ungebührlich verhalten und Widerstand geleistet und einen ICE-Agenten «gewaltsam, vorsätzlich und böswillig» überfahren. Dieser erhole sich derzeit in einem Spital.

Bürgermeister will keine ICE-Beamte in seiner Stadt

Trump warf «der radikalen Linken» vor, Strafverfolgungsbeamte und ICE-Agenten zu bedrohen und anzugreifen. Er rief dazu auf, den Strafverfolgungsbeamten beizustehen und sie vor der Gewalt und dem Hass der «radikalen linken Bewegung» zu schützen.

Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey (44), forderte die ICE-Beamten auf, «die Stadt unverzüglich zu verlassen» und sagte: «Die Anwesenheit von Bundesbeamten der Strafverfolgungsbehörden verursacht Chaos in unserer Stadt.»

In einem Beitrag auf X machte er deutlich: «Wir stehen fest an der Seite unserer Einwanderer- und Flüchtlingsgemeinschaften.» Seit ihrer Ankunft in Minneapolis Anfang Dezember 2025 haben ICE-Beamte rund 1400 Menschen festgenommen, so ICE-Sprecherin McLaughlin.

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