Darum gehts
- 19-Jähriger tötet Ex-Freundin und Helfer, Tat an Brandenburger Privatschule
- Opfer Philipp P., Berliner Hort-Erzieher, zeigte grosse Zivilcourage
- Haftantrag wegen zweifachen Mordes gegen mutmasslichen Täter (19) gestellt
Der Schock nach einer Horror-Tat an einer Brandenburger Privatschule ist gross. An der Docemus-Privatschule bei Berlin, kam es am Donnerstag zu einem Polizeieinsatz. Ein 19-Jähriger stach mit einem Messer auf eine Schülerin (†18) ein – seine Ex-Freundin. Ein 30-jähriger Mann wollte dazwischen gehen, wurde jedoch von dem 19-jährigen Deutschen dabei tödlich verletzt. Der bereits wegen Volksverhetzung polizeibekannte 19-Jährige wurde von der Polizei festgenommen.
Nun hat der Friedrichshagener Sportverein 1912 in einer emotionalen Botschaft auf Facebook Abschied vom 30-jährigen Todesopfer genommen. Demnach handelt es sich um Philipp «Perle» P.*, der sich beim Fussballverein schon seit vielen Jahren im Tor und als Torwarttrainer engagierte.
«Er zeigte in einem Moment grösster Gefahr Zivilcourage»
«Viele von uns erinnern sich vor allem an ihn als einen herzlichen, offenen und hilfsbereiten Menschen, der mit seiner Art und auch mit seinen farbenfrohen Torwarttrikots in Erinnerung geblieben ist», schrieb der Verein in der Nachricht.
In der Botschaft wird auch Bezug auf die Geschehnisse an der Docemus-Schule genommen. «Perle verlor sein Leben, als er einer Frau zu Hilfe eilte, die Opfer eines Femizids wurde. Er zeigte in einem Moment grösster Gefahr Zivilcourage und Menschlichkeit und bezahlte seinen mutigen Einsatz mit seinem Leben.»
Am Sonntag veranstaltet der Verein in seinem Sportlerheim eine Gedenkstunde für den verstorbenen 30-Jährigen.
Hort-Erzieher aus Berlin verlor sein Leben
Wie die «Märkische Allgemeine» berichtet, soll es sich bei Philipp P. um einen Hort-Erzieher aus Berlin gehandelt haben. Am Donnerstag war der verstorbene 30-Jährige in verschiedenen Medienberichten noch als Hausabwart bezeichnet worden.
Am Freitag gab die zuständige Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) bekannt, dass gegen den mutmasslichen Täter, einen 19 Jahre alten Deutschen, Haftantrag «wegen des dringenden Tatverdachts des zweifachen Mordes» gestellt wurde. Die Polizei geht von einer Beziehungstat und keiner Amoktat aus.
*Name bekannt