Darum gehts
- Rund 20 mutmassliche Epstein-Opfer stehen mit französischen Behörden in Kontakt
- Ein Dutzend neue Betroffene meldeten sich laut Staatsanwältin Laure Beccuau
- Epstein soll über 1000 Minderjährige missbraucht und weitervermittelt haben
Im Rahmen der Epstein-Ermittlungen stehen inzwischen rund 20 mögliche Opfer mit den französischen Behörden in Kontakt. Nach Angaben der Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau (66) hätten sich zuletzt etwa zehn weitere mutmassliche Betroffene bei der Staatsanwaltschaft gemeldet, wie sie am Sonntag gegenüber RTL erklärte.
Die Ermittlungen drehen sich dabei nicht nur um den 2019 verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953–2019), sondern auch um den früheren Modelagenten Jean-Luc Brunel (1946–2022) sowie Gérald Marie (76), den ehemaligen Chef der renommierten Modelagentur Elite.
Potenzielle Opfer werden befragt
Aktuell werden die mutmasslichen Opfer angehört. Epstein wird vorgeworfen, über Jahre hinweg mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht zu haben. Er soll diese auch an einflussreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft weitervermittelt haben.
Die französische Staatsanwaltschaft eröffnete eine Untersuchung, da es zu klären galt, wer Epstein dabei half, Taten auch in Frankreich zu begehen. «Bislang wurde noch keine der Personen vernommen, gegen die möglicherweise Ermittlungen laufen», erklärte Beccuau.