Darum gehts
- Schweizer in Süditalien von Fisch attackiert, schwer verletzt
- Blutung wegen Gerinnungshemmern extrem stark, Transport ins Spital
- Grauer Drückerfisch oder Barrakuda als mögliche Urheber vermutet
Momente des Schreckens am Strand von Pioppi in Süditalien: Ein 55-jähriger Schweizer wurde beim Schwimmen vor der Küste von einem Fisch attackiert und gebissen.
Der Mann erlitt eine tiefe Wunde an der Wade und schaffte es mit letzter Kraft an den Strand. Der Schmerz war offenbar so stark, dass der Schweizer laut um Hilfe schrie. Wie das lokale Nachrichtenportal Positano News schreibt, reagierten Rettungsschwimmer blitzschnell, leisteten Erste Hilfe und alarmierten den Notruf.
Offenbar blutete die Wunde aufgrund von Gerinnungshemmern, die der Mann einnimmt, ausserordentlich stark. Zunächst versuchten Helfer und Badegäste die Blutung mit Handtüchern zu stillen, doch es blutete immer weiter. Mit dem Krankenwagen wurde der Mann schliesslich ins Spital gebracht.
Anwohner und Experten haben zwei Thesen
Noch ist unklar, welcher Meeresbewohner genau zugebissen hat. Experten spekulieren über zwei mögliche Übeltäter.
1. Der graue Drückerfisch: Bekannt für territoriales Verhalten und Verteidigen seiner Nisthöhlen sowie grosse Zähne. Der Fisch ist eigentlich eher in tropischen Gewässern unterwegs. Zunehmend breitet er sich jedoch auch in italienischen Gewässern aus. Dies wird als Zeichen der Erwärmung der Meere gewertet.
2. Kleiner Barrakuda: verfügt ebenfalls über scharfe Zähne.
Der Vorfall reiht sich laut Positano News in ein wachsendes Phänomen ein. Mehrere Schwimmer hätten auch entlang der Amalfiküste und der Halbinsel von Sorrent in den letzten Jahren wiederholt von Bissverletzungen berichtet. Normalerweise handelt es sich um harmlose Knabbereien kleiner Fische wie Goldbrassen. Doch der Fall von Pioppi zeigt, dass offenbar auch aggressivere Arten in den Gewässern unterwegs sind.