Empörung im Eltern-Klassenchat
Vater fordert 1.70 Franken nach Kindergeburtstagsparty

In einem niederländischen Onlineforum berichtetet eine Mutter über aufgebrachte Eltern im Klassenchat. Ein Vater hatte nach dem Kindergeburtstag seines Sohnes Zahlungsaufforderungen an die anderen Eltern verschickt, weil die Goodiebags sein Budget sprengten.
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Ein Papa aus den Niederlanden organisierte für seinen kleinen Sohn eine Geburtstagsfeier (Symbolbild).
Foto: Shutterstock

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Vater forderte von Eltern umgerechnet 1.70 Franken pro Kind zurück
  • Die Diskussion um Kindergeburtstage wird immer hitziger und kostspieliger
  • Eine Party in Lausanne 2026 kostete etwa 10'000 Franken für 25 Gäste
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Diesen schlauen Einfall hätte sich der Papi lieber gespart: Nach der erfolgreichen Geburtstagsparty seines Sohnes fiel ihm auf, dass er es bei den Goodies für die anderen Kinder dezent übertrieben hatte – pro Kind schoss er umgerechnet 1.70 Franken übers Ziel hinaus. Halb so wild, dachte er sich und forderte das Geld kurzerhand über eine niederländische Zahlungsapp von den anderen Eltern zurück.

Eine der betroffenen Mütter berichtete am vergangenen Donnerstag auf der Plattform Mama Plaats über den skurrilen Vorfall. Laut ihr hatte der Vater die Zahlungsaufforderungen noch am selben Abend verschickt. Begleitend nutzte er den Klassen-Chat, um die Eltern darüber in Kenntnis zu setzen. 

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Der Vater ruderte zurück

Das passte nicht allen: Nach nur wenigen Minuten startete eine hitzige Diskussion unter den Eltern. Warum sollten sie die Kosten von Süssigkeiten, Aufklebern und Seifenblasen-Fläschli übernehmen, die der Vater freiwillig verschenkt hatte? Nachdem der Vater eine Nacht darüber geschlafen hatte, löschte er nachgiebig die Zahlungsaufforderungen. «Mir ist aufgefallen, dass nicht jeder meinen Vorschlag gutheisst. Macht nichts», schrieb er gegen 9 Uhr in den Klassen-Chat. 

Die Aktion des Vaters ist ein Beispiel für einen aktuellen Trend. In den letzten Jahren scheinen Kindergeburtstage immer aufwendiger und teurer geworden zu sein – viele Eltern geraten dadurch zunehmend unter Druck. Auch in der Schweiz wurde das Phänomen bereits bemerkt. 

RTS berichtete im Frühjahr über das Geburtstagsfest eines Achtjährigen aus Lausanne. Er und seine 24 Gäste erfreuten sich über eine grosse Hüpfburg, Minidisco, vier Animateure, Lasertag und eine Schatzsuche. Laut den Schätzungen aus dem Beitrag soll die Party, inklusive Location und Verpflegung, ungefähr 10'000 Franken gekostet haben. 

Die Eltern treiben sich gegenseitig an

Auch wenn es sich bei dem Beispiel um einen Extremfall handelt: Immer mehr Eltern sind bereit, hohe Beträge für die Geburtstage ihrer Kinder auszugeben. Gegenüber der «Berner Zeitung» teilte der Geschäftsführer der Budgetberatung Schweiz im Herbst 2025 mit, dass Kindergeburtstage regelmässig zum Thema der Beratungen werden. Viele Familien würden dafür mehrere Hundert Franken in die Hand nehmen – wenn es sein muss sogar mit einem Kleinkredit. 

Der Markt für professionelle Kinderparty-Organisatoren boomt. Die Tendenz wird dadurch verstärkt, dass sich Eltern an den Partys von anderen Eltern orientieren oder diese sogar noch übertrumpfen möchten. Das springt auf die Kinder über, die sich häufig das wünschen, was sie bei anderen Kindern gesehen haben.

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