Darum gehts
- Der britische Premier Keir Starmer steht nach innerparteilichen Rücktrittsforderungen unter Druck
- Führende Minister sagten ihm Montag, seine Zeit sei abgelaufen
- Labour-Partei verlor massiv bei Kommunalwahlen, was Krisen auslöste
Der britische Premierminister Keir Starmer (63) steht massiv unter Druck. Mehrere Abgeordnete seiner Labour-Partei und Kabinettsmitglieder sollen inzwischen seinen Rücktritt fordern. Insgesamt stellen sich 70 Parlamentarier gegen Starmer.
Wie aus Parteikreisen zu hören sei, hätten führende Minister am Montag die Downing Street aufgesucht, um Starmer mitzuteilen, dass seine Zeit an der Regierungsspitze abgelaufen sei, berichten mehrere britische Medien übereinstimmend. Weitere direkte Gespräche sollen bei der Kabinettssitzung am Dienstag folgen. Die Minister planen laut «Sky News», Starmer mitzuteilen, dass «das Spiel vorbei sei».
Rede ging schief
Zuvor hatte Starmer mit einer kämpferischen Rede versucht, den wachsenden Widerstand in seiner Partei einzudämmen. Doch laut Labour-Insidern konnte er damit die Stimmung nicht drehen. «Es passiert», zitiert «Daily Mail» eine Partei-Quelle. «Die Leute haben ihm zugehört, aber das hat die Meinungen nicht geändert.»
Starmer hatte noch am Montagmorgen angekündigt, er werde nicht zurücktreten. Stattdessen kündigte er einen radikalen Kurswechsel seiner Regierung und Partei an, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Auslöser der Unruhen ist das katastrophale Abschneiden der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen.