Darunter auch der bisherige Oberbefehlshaber Dwornikow (60)
Rotation an der Spitze des russischen Militärs – mehrere Generäle müssen gehen

Im russischen Militär soll es eine ganze Reihe von Posten-Rotationen gegeben haben. Dies melden mehrere Quellen. Mehrere Generäle müssen den Hut nehmen. Darunter auch der bisherige Oberbefehlshaber Alexander Dwornikow (60).
Kommentieren
1/4
Im russischen Militär soll es eine ganze Reihe von Posten-Rotationen geben. Darunter soll auch der bisherige Oberbefehlshaber, Alexander Dwornikow, sein.
Foto: Wikipedia/kremlin.ru

Seit Anfang Juni hat das russische Oberkommando mehrere Generäle aus wichtigen operativen Führungspositionen im Krieg in der Ukraine entfernt, wie das britische Verteidigungsministerium auf Twitter schreibt.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Zu den geschassten gehören unter anderem die beiden Generäle Andrej Serdjukow (60) und Alexander Dwornikow (60). Ersterer ist Befehlshaber der Luftlandetruppen, letzterer Befehlshaber der Streitkräftegruppe Süd. Dwornikow, der bereits Russlands Truppen im Syrienkrieg anführte, war seit April auch Oberbefehlshaber der russischen Truppen im Ukraine-Krieg. Der General wurde im Syrien-Krieg bekannt, weil er Krankenhäuser bombardieren liess.

Hier werden russische Stellungen vernichtet
0:40
Im Süden der Ukraine:Hier werden russische Stellungen vernichtet

«Dysfunktion in der russischen Kriegsführung»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Berichten zufolge soll Dwornikow nun aber nicht mehr in der Gunst von Wladmir Putin (69) stehen. Das Recherchenetzwerk «Bellingcat» berichtet, dass dies auf Dwornikows exzessive Trinkerei zurückzuführen sei. Ausserdem soll der General, der wegen seiner skrupellosen Kriegsführung bekannt ist, kaum noch Vertrauen in seine eigenen Truppen haben. Keine guten Voraussetzungen für einen Oberbefehlshaber also.

Gemäss britischem Verteidigungsministerium soll General Sergej Surowikin (55) Dwornikows Posten als Oberbefehlshaber übernehmen. Die Information ist weder bestätigt, noch lässt sie sich unabhängig überprüfen.

Anhaltende Dysfunktion in der Kriegsführung?

Sollten die Informationen stimmen und Dwornikow tatsächlich mitten in den aktuellen Operationen im Süden und Osten der Ukraine abgelöst werden, wäre dies laut dem Institute for the Study of War (ISW) ein radikaler Schritt.

«Solche drastischen Rotationen innerhalb des russischen Militärs sind keine Massnahmen, die von einer Truppe ergriffen werden, die kurz vor einem grossen Erfolg steht». Die Wechsel an der Spitze der Truppen würden auf eine anhaltende Dysfunktion in der Kriegsführung des Kremls hindeuten, so das ISW. (ced)

Mit diesem Zug ziehen die Russen in den Krieg
0:36
Wie im Hollywood-Film:Mit diesem Zug ziehen die Russen in den Krieg


Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Meistgelesen