Britisches Militär: Frachtschiff brennt in der Strasse von Hormus
Von Daniel Macher, Redaktor am Newsdesk
Laut Angaben des britischen Militärs steht ein Frachtschiff in der Strasse von Hormus in Brand. Zuvor soll es von einem Projektil getroffen worden sein. Die Crew musste das Schiff evakuieren und setzte einen Notruf ab.
Bereits zuvor hatte das britische Zentrum zur Überwachung des Seehandels (UKMTO) eine Warnmeldung veröffentlicht. Demnach berichtete der Kapitän eines Containerschiffs von einem Zwischenfall etwa 25 Seemeilen nordwestlich von Ra’s al-Chaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Das Schiff sei durch ein «mutmasslich unbekanntes Projektil» beschädigt worden. Der genaue Schaden werde derzeit noch überprüft. Nach bisherigen Informationen blieb die Besatzung unverletzt. Ob es sich bei diesem Schiff um den Frachter handelt, der nun brennt, ist bislang nicht bestätigt.
Schiff von «unbekanntem Geschoss» getroffen
Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk
Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate wurde ein Containerschiff von einem «unbekannten Geschoss» getroffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die britische Behörde für maritime Handelsoperationen (UKMTO). Diese hatte zuvor einen Vorfall rund 25 Seemeilen nordwestlich von Ras Al Khaimah, nahe der Strasse von Hormus gemeldet.
Der Kapitän des Schiffes hatte gemäss UKMTO wiederum einen Schaden gemeldet. Der Ausmass des Schadens sei zunächst nicht bekannt gewesen. Alle Besatzungsmitglieder seien jedoch in Sicherheit
Spannungen nehmen wieder zu
Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk
Die Spannungen im Nahen Osten nehmen offenbar wieder zu. In mehreren Regionen waren unbestätigten Berichten zufolge Explosionen zu hören.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums versuchten die Vereinigten Arabischen Emiraten, Bedrohungen durch Raketen und Drohnen aus dem Iran abzuwehren. Zuvor hatte Teheran gemäss Nachrichtenagentur AFP mitgeteilt, neue Angriffe gegen US-Ziele in der Region gestartet zu haben.
Die israelische Armee arbeitete nach eigenen Angaben ebenfalls daran, eine Bedrohung durch Raketen aus dem Iran abzuwehren. «Die Öffentlichkeit wird dazu aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und sich an die Richtlinien zu halten – dadurch werden Leben gerettet.» Und weiter: «Sie müssen die Schutzzonen nach Erhalt der Warnung betreten und dort bis auf Weiteres bleiben.» Das Verlassen der Schutzzonen sei erst nach ausdrücklicher Anweisung möglich.
Zudem gab es einem Bericht zufolge am Dienstag einen Drohnenangriff auf eine wichtige US-amerikanische diplomatische Einrichtung im Irak. Wie die «Washington Post» schreibt, habe der Angriff ein Logistikzentrum für amerikanische Diplomaten unweit des Flughafens Bagdad getroffen. Fünf von sechs Drohnen seien abgeschossen worden, eine habe das Gebäude getroffen, bestätigte ein Sicherheitsbeamter der Zeitung.
US-Armee zerstört 16 iranische Minenleger
Von Alexander Terwey, Stv. Teamlead Newsdesk
Die US-Armee hat nach Angaben des US-Zentralkommandos zahlreiche iranische Kriegsschiffe nahe der Strasse von Hormus zerstört, darunter 16 Minenleger. Ein Video soll den Beschuss mehrerer Boote und Schiffe durch die US-Armee zeigen.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social von zehn Minenlegern gesprochen.
Die Strasse von Hormus ist eine für die Weltwirtschaft zentrale Handelsroute. Meine Kollegin Milena Kälin hat die wichtigsten Fragen zur Meerenge beantwortet – und die Folgen für die Schweizer Lieferketten beleuchtet. Mehr erfährst du in ihrem Artikel.
Will der Iran die Strasse von Hormus verminen?
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Die Situation in der Strasse von Hormus könnte sich in nächster Zeit noch deutlich verschlimmern. Seit Beginn des Krieges stauen sich die Öltanker in der Meerenge zwischen dem Iran und den Golfstaaten. Kaum ein Schiff kann die Handelsroute passieren.
Der Iran könnte sich diese Ausgangslage nun zunutze machen. US-Geheimdienste gehen davon aus, dass die Islamische Republik plant, Minen in der Meerenge zu verlegen. Das schreibt Jennifer Jacobs, Korrespondentin von CBS News im Weissen Haus, auf der Plattform X.
Der Iran wolle dafür kleine Boote einsetzen, die jeweils zwei bis drei Minen transportieren können. Die USA gehen davon aus, dass das Mullah-Regime über 2000 bis 6000 solcher Seeminen verfügt.
Laut einer Analyse von «t-online» könnte sich die Islamische Republik mit so einer Strategie aber selbst schaden. Die Meeresenge zu verminen, würde sie für lange Zeit unpassierbar machen. Auch der Iran nutzt die Strasse von Hormus, um seine Rohstoffe in die Welt zu verkaufen. Das würde die ohnehin schon schwache Wirtschaft des Landes noch tiefer in den Abgrund reissen.
Verwirrung um von US-Marine eskortierten Öltanker
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk und Marian Nadler, Redaktor am Newsdesk
Die Strasse von Hormus, eine Meerenge zwischen dem Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie dem Oman, ist eine zentrale Route für den internationalen Ölhandel. Seit Beginn des Irankrieges stauen sich allerdings die Schiffe in der Meerenge. Diese Blockade treibt unter anderem den Benzinpreis in die Höhe, auch in der Schweiz.
Jetzt könnte es in der Strasse von Hormus allerdings zu einer Entlastung kommen. Oder doch nicht? Wie US-Energieminister Chris Wright am Dienstag auf der Plattform X mitteilte, konnte die US-Marine erfolgreich einen Öltanker durch die Meerenge eskortieren. So soll laut Wright «die Ölversorgung der Weltmärkte» während des Irankriegs sichergestellt werden. Aber: Kurz darauf löschte Wright seinen Post wieder.
Fox News-Korrespondentin Jennifer Griffin schrieb unterdessen auf der Plattform, dass ihr «informierte Militärquellen» gesagt hätten, dass bislang kein Öltanker vom US-Militär durch die Strasse von Hormus eskortiert worden sei.
Frankreich hat am Montag ebenfalls angekündigt, Öltanker mit Kriegsschiffen durch die Strasse von Hormus eskortieren zu wollen. Nach einem Treffen mit den Präsidenten Griechenlands und Zyperns erklärte Frankreichs Präsident Macron am Montag, er plane, eine «beispiellose» Seestreitmacht im Mittelmeer und vor der Strasse von Hormus einzusetzen. Sie soll unter anderem aus acht Fregatten, dem Flugzeugträger Charles de Gaulle und zwei Kriegsschiffen, die Helikopter transportieren, bestehen.
USA verballern Mega-Summe im Iran
Von Mattia Jutzeler, Redaktor am Newsdesk
Die ersten zwei Tage von Operation Epic Fury waren für die US-Armee ausserordentlich teuer. Zwei anonyme Quellen berichten CNN, dass die amerikanischen Streitkräfte in diesem Zeitraum Munition im Wert von weit über fünf Milliarden US-Dollar auf den Iran abgefeuert haben.
Diese enorme Summe kommt einerseits durch den massiven Einsatz von Material der US-Armee zustande. Zu Beginn der Operation Epic Fury waren über 100 Kampfjets und mehrere Kriegsschiffe im Einsatz. Mehr als 1000 Ziele wurden in den ersten 24 Stunden des Krieges beschossen.
Andererseits kosten auch die Raketen Geld, die von den USA und ihren Verbündeten zum Abfangen iranischer Geschosse verwendet werden. Der Iran greift seit Beginn des Konflikts unter anderem die Golfstaaten und die dortigen amerikanischen Militärbasen mit Drohnen und Raketen an.
Für die Abwehr dieser Geschosse mussten die US-Streitkräfte laut CNN ebenfalls eine Menge Munition aufbringen. Während eine Shahed-Drohne den Iran lediglich rund 20'000 Dollar kostet, kann die Produktion einer Abwehrrakete für die USA mehrere Millionen Dollar teuer sein. Das berichtet CNBC.
Mehrere Insider teilen CNN ausserdem mit, dass die Trump-Regierung wahrscheinlich bald vor dem Kongress antraben muss, zusätzliche Mittel für die Munitionsproduktion zu beantragen.
Laut Hegseth ist am Dienstag der «intensivste Tag der Angriffe im Iran»
Von Sandra Marschner, Redaktorin beim Newsdesk
Am Dienstagmittag (Schweizer Zeit) hat sich Trumps Kriegsminister Pete Hegseth in einer Medienkonferenz geäussert. Blick hat hier das Pressebriefing live getickert. Darin verkündete Hegseth, dass der heutige Dienstag der «intensivste Tag der Angriffe im Iran» sei. «Die meisten Kampfflugzeuge, die meisten Bomber, die meisten Angriffe», sagte er im Pentagon. Dem gegenüber stehe eine deutlich nachlassende Kapazität des Iran: «Der Iran hat in den letzten 24 Stunden die geringste Anzahl an Raketen abgefeuert, die er bisher abfeuern konnte.»
«Dieser Kampf – Operation Epic Fury – trifft ins Schwarze», so fasst der Verteidigungsminister die bisherige Militäroperation zusammen. Hegseth betonte aber erneut, dass die USA, anders als in der Vergangenheit, keinen «endlosen Krieg» im Iran führen wollen. «Wir werden nicht in eine Richtung gezogen. Wir führen. Der Präsident bestimmt, was das Ergebnis ist.» Hegseths Job sei es, die Mission im Rahmen zu halten.
Weitere Fragen, die Hegseth beantwortete: Tragen die USA eine Mitschuld am Tod von Zivilisten? Und hilft Russland Washington bei der Operation Epic Fury?
«Seien Sie vorsichtig»: Iran spricht deutliche Warnung an die USA aus
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, Ali Laridschani, hat sich auf Telegram mit einer Warnung an US-Präsident Donald Trump gewendet. «Der Iran hat keine Angst vor Ihren leeren Drohungen. Selbst diejenigen, die grösser sind als Sie, konnten die iranische Nation nicht vernichten», schrieb Laridschani. Dann wählte er eine deutliche Warnung: «Seien Sie vorsichtig, sonst könnten Sie selbst vernichtet werden!»
Laridschani hatte damit auf einen Post des US-Präsidenten auf Truth Social reagiert, indem dieser ankündigte «20-fach so stark anzugreifen», sollte der Iran die Ölzufuhr über die Strasse von Hormus stoppen. Weiter hatte Trump geschrieben: «Darüber hinaus werden wir leicht zerstörbare Ziele ausschalten, die es dem Iran praktisch unmöglich machen werden, jemals wieder als Nation aufgebaut zu werden – Tod, Feuer und Zorn werden über sie hereinbrechen.» Er hoffe und bete aber, dass es nicht dazu komme.
Laut Netanyahu ist Israel mit Angriffen «noch nicht fertig»
Von Sandra Marschner, Redaktorin am Newsdesk
Auch der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu widerspricht Donald Trumps Prognose eines baldigen Endes des Iran-Krieges. Israel sei mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran «noch nicht fertig», sagte Netanyahu laut einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung seines Büros bei einem Besuch im Nationalen Gesundheitskommandozentrum am Montagabend.
«Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien», bekräftigte Netanyahu. Es bestehe kein Zweifel, «dass wir ihnen mit den bisherigen Massnahmen die Knochen brechen – und wir sind noch nicht fertig», fügte der israelische Premier hinzu.
Israel liege bei der Erreichung seiner Kriegsziele im Iran vor dem Zeitplan, sagte sein Botschafter in Frankreich am Dienstag gegenüber BFMTV und fügte hinzu, dass die Operation darauf abziele, die iranischen Behörden zu schwächen, um Angriffe ausserhalb seiner Grenzen einzudämmen und seinem Volk zu ermöglichen, seine eigene Zukunft zu gestalten.