Mehrere Bombendrohungen haben am Donnerstag in Europa zu Flugumleitungen und Sicherheitslandungen geführt. Laut der deutschen Zeitung «Die Zeit» musste ein Flugzeug der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus, das von Dublin nach Rom unterwegs war, in Frankreich auf dem Luftwaffenstützpunkt Evreux notlanden.
Das Büro des französischen Premierministers Sébastien Lecornu bestätigte die Umleitung. Auch andere Airlines waren betroffen. Eine Maschine von WizzAir, die von Mailand nach Warschau flog, wurde ebenfalls umgeleitet, teilte die ungarische Fluggesellschaft mit.
Keine verdächtigen Gegenstände
Bei der polnischen Airline LOT wurde ebenfalls eine Bedrohung gemeldet, doch deren Flugzeug erreichte den Zielflughafen in Brüssel sicher. Nach Angaben der Airline wurden keine verdächtigen Gegenstände an Bord gefunden.
Finnair verzeichnete gleich zwei Vorfälle. Ein Flugzeug der finnischen Airline landete sicher in Wien, ein weiteres in Rom – beide nach Bombendrohungen. Italienische Militärjets begleiteten die Maschinen auf dem Weg zur Landung, berichtete ein Sprecher der römischen Flughäfen.
Notlandungen wegen zahlreicher Drohungen
In Tschechien meldete die Polizei Drohungen gegen vier Flugzeuge, die nach Prag unterwegs waren, bewertete die Glaubwürdigkeit jedoch als gering. In Bulgarien mussten drei weitere Maschinen in Sofia und Plowdiw notlanden, darunter Flüge aus Kopenhagen, Madrid und London, wie der bulgarische Innenminister gegenüber dem Sender bTV erklärte.
Bereits am Dienstag hatten Bombendrohungen mindestens sieben Flüge und ein Kreuzfahrtschiff betroffen. Gemäss mehreren Medien wurden bislang weder Sprengkörper gefunden noch Angaben über mögliche Urheber gemacht. Die Ermittlungen dauern an.