Darum gehts
- Ein 9-jähriger Römer bestieg am 4. September 2026 den Mont Blanc
- Lelio erreichte den Gipfel zweimal an einem Tag aus eigener Kraft
- Mit 4807 Metern ist der Mont Blanc Europas höchster Berg
Ein historischer Rekord auf dem Dach der Alpen: Am 4. September 2026 erreichte der erst 9-jährige Lelio Massimo di Roccasecca den 4807 Meter hohen Gipfel des Mont Blanc. Zusammen mit Vater Valerio bestieg der Bub aus Rom den «Weissen Riesen» über die Normalroute auf der französischen Seite. Laut «La Stampa» ist er der jüngste Bergsteiger, der den höchsten Punkt Europas aus eigener Kraft erklommen hat – was der Hüttenwirt des Refuge du Goûter schriftlich bestätigte.
Doch dem 9-Jährigen reichte ein Gipfelsieg nicht. Auf dem Weg ins Tal trafen Vater und Sohn auf eine Südtiroler Bergführerin mit ihrem Kunden. Lelios spontane Reaktion: «Gehen wir mit ihnen wieder nach oben.» Kurzerhand kehrte er um und stieg ein zweites Mal ganz nach oben. «Es war ein unbeschreibliches Gefühl, die Berge von Italien, Frankreich und der Schweiz unter meinen Füssen zu sehen», sagte der junge Alpinist später.
«Lelio liebt die Berge»
Dem Buben liegt das Klettern im Blut. Schon mit drei Jahren stand Lelio auf seinem ersten Gipfel, damals gelockt von einem vom Papa versteckten Spielzeug-Dinosaurier. Vater Valerio – der selbst schon Everest, K2 und Cho Oyu bezwang – begleitete ihn stets ohne Druck: «Es ging uns nie um den Rekord. Lelio liebt die Berge einfach.»
Diesen Sommer bereitete sich die Familie von ihrem Ferienhaus in Chamonix aus vor. Lelio verbrachte Nächte in Hütten auf bis zu 3835 Metern Höhe, während die Eltern zur Sicherheit seine Sauerstoffsättigung mit einem Pulsoximeter überwachten.
Die Faszination für den Mont Blanc hatte ein Jahr zuvor der Blick vom Walliser Bishorn geweckt. Und dass man bei Gefahr umkehren muss, lernte Lelio bereits 2024, als dichter Nebel Vater und Sohn 300 Meter unter dem Gipfel des Gran Paradiso stoppte.