Darum gehts
- Aufregung im Grenzgebiet zur Ukraine wegen Drohnen-Sichtungen
- Rumänische Behörden warnen Bevölkerung, Schutz zu suchen
- Zwei Eurofighter-Kampfjets überwachten ähnliche Lage bereits am Montag
Aufregung im Grenzgebiet zur Ukraine! «Es besteht die Möglichkeit, dass Gegenstände aus dem Luftraum fallen. Bewahren Sie Ruhe! Suchen Sie Schutz in Kellern oder Zivilschutzbunkern. Falls kein Schutzraum vorhanden ist, bleiben Sie im Haus und halten Sie sich von Fenstern und Aussenwänden fern.» Diese Meldung wurde am Dienstagmorgen von rumänischen Behörden unter anderem in der Stadt Galati herausgegeben.
Die Meldung betraf laut «Mediafax» «mögliche kleine Luftziele in der Nähe der Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine». In Rumänien ist daraufhin eine Drohne abgestürzt. Das Objekt, das keine Waffen an Bord hatte, fiel im ostrumänischen Dorf Puiesti in den Garten eines Bauernhauses, wie Verteidigungsminister Ionut Mosteanu gegenüber Medien bestätigte. Verletzt wurde dabei niemand. In dem Haus lebte eine Frau mit ihrem Kind, berichteten rumänische Medien.
Polizei und Geheimdienst untersuchen Trümmer
Ob es sich um eine russische Drohne handelt, sagte der Minister nicht. Experten der Armee, der Polizei und des Geheimdiensts untersuchen nun die Trümmer. Puiesti liegt etwa 60 Kilometer von Rumäniens Grenze zur Republik Moldau entfernt. So nahe von menschlichen Siedlungen und so tief im Landesinneren hat es in Rumänien bisher im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg keinen Drohnen-Vorfall gegeben.
In Moldawien war am Dienstagmorgen eine russische Kamikaze-Drohne des Typs Schahed gesichtet worden. Das unbemannte Flugobjekt drang aber nur kurz in den moldawischen Luftraum ein, bevor es nach Rumänien weiterflog. Das teilte die Grenzpolizei des Landes im Sender Radio Chisinau mit.
Eurofighter-Jets waren am Montag im Einsatz
In den vergangenen Tagen war es vermehrt zu Drohnenangriffen Russlands nahe der Grenze zu Rumänien gekommen. Am Montag erfassten Radarsysteme Luftziele in Richtung der Region Ismail im Osten Rumäniens. Zwei Eurofighter-Kampfjets der deutschen Luftwaffe stiegen daraufhin auf und überwachten die Lage in der Luft.
Auch bei den neuerlichen Drohnenvorfällen am Dienstag stiegen wieder zwei deutsche Eurofighter vom Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogălniceanu bei Constanta auf, lasen die Rumänen in der Nachrichten-App «Biziday». Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew kamen in der Nacht zu Dienstag sechs Menschen ums Leben, drei weitere wurden verletzt.