Behörden ermitteln
Schweizer Geologe in Zentralafrika entführt und getötet

Ein Schweizer Geologe und ein einheimischer Bergmann wurden in der Zentralafrikanischen Republik, nördlich der Hauptstadt Bangui, entführt und getötet. Die Behörden ermitteln.
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Nahe der Hauptstadt Bangui wurde am Donnerstag ein Schweizer Geologe in Zentralafrika nach einer Entführung getötet.
Foto: Google Maps
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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Horrortat in Zentralafrika: Ein Schweizer Geologe und ein einheimischer Bergmann kamen am Donnerstag in der Zentralafrikanischen Republik, nördlich der Hauptstadt Bangui, ums Leben, wie die örtliche Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP)

Wie der Geologe Frédéric Pounou, ein Kollege des getöteten Schweizers Luca Maggini, gegenüber AP erklärte, seien Maggini und der Bergmann am Abend von Unbekannten entführt und später getötet worden. «Er geriet gerade in die Hände der Angreifer, als er ging», sagte Pounou. Laut Pounou arbeitete Maggini mit ADMOG Gold zusammen, einem emiratischen Unternehmen mit Verträgen in dem afrikanischen Land.

Erst vor wenigen Tagen wurde ebenfalls ein Schweizer getötet

Der Angriff ereignete sich in der Nähe des Dorfes Gbango-Carriere, 55 Kilometer nördlich von Bangui. Laut der Staatsanwaltschaft wurde bei dem Angriff auch ein Stabsfeldwebel der zentralafrikanischen Armee entführt. 

Die Zentralafrikanische Republik leidet seit Jahren unter Instabilität und ist eines der Länder, in denen die russische Söldnergruppe Wagner erstmals in Afrika aktiv war.

Erst am Samstagnachmittag wurde ein Schweizer bei einem Angriff in Zentralafrika getötet. Ein Konvoi nahe dem Dorf Imohoro in der Zentralafrikanischen Republik war unter Beschuss geraten. Laut dem Lokal-Portal Corbeaunews eröffneten bewaffnete Männer das Feuer auf die Fahrzeuge. Dabei kam ein Schweizer Staatsbürger ums Leben, wie das EDA gegenüber Blick bestätigte. 

Tessiner suchte nach Bodenschätzen in Afrika

Gegenüber Swissinfo erzählte der am Donnerstag verstorbene Tessiner Luca Maggini im Jahr 2010 über seine jahrelange Arbeit in der afrikanischen Minen-Branche. Nach der Matura studierte er an der Universität Lausanne parallel Psychologie und Geologie. Doch schnell sei ihm klar geworden, dass ihn vor allem die Geologie bewegte. Nach verschiedenen Praktika, Abstechern im Tiefbau und verschiedenen Forschungseinrichtungen gelangte er 2003 nach Brasilien und beschäftigte sich dort mit der Suche nach Goldadern. 

Später gelangte er schliesslich nach Afrika, besonders in Gebiete mit reichen Kupfervorkommen. «In der Schweiz beschäftigen sich die Geologen vornehmlich mit Hydrogeologie oder beim Bau von Brücken, Strassen und Tunneln. Das sind zwar interessante Aufgaben, für meinen Geschmack aber zu wenig herausfordernd. Ich wollte reisen und suchte Exotik», schilderte Maggini damals gegenüber Swissinfo. 

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