Barcelona brennt: Videos in den Sozialen Medien zeigen heftige Szenen aus der katalanischen Hauptstadt. Nach dem Vorbild der ausgearteten Proteste in Frankreich von vergangenem Samstag wird auch in der spanischen Küstenstadt derzeit gewütet.
Lokale Medien und die spanische Nachrichtenagentur EFE berichten von den Auseinandersetzungen. Die Demonstration, zu welcher das spanische Pendant zur französischen Bewegung «Lyceés Indignés» (Deutsch: «Empörte Gymnasiasten») aufgerufen hat, fand sich bereits am Samstagnachmittag im Stadtzentrum ein.
Wasserwerfer in Rom
Hunderte Sicherheitskräfte stehen im Aufgebot. Gegen Abend eskalierte die Situation auf dem Plaza de Catalunya. Geschäfte wurden zerstört und geplündert, Gegenstände wurden angezündet und Strassenmobiliar beschädigt.
Auch zu gewaltsamen Zusammenstössen mit der Polizei kam es – so sollen Steine und stumpfe Gegenstände als Wurfobjekte benutzt worden sein.
In Rom zeichnet sich derzeit ein ähnliches Bild ab. Nahe der Piazza della Repubblica demonstrierten eine grosse Menschenhorde gegen die steigenden Lebenshaltungskosten. Aufnahmen in den Sozialen Medien zeigen riesige Polizeiaufgebote. Auch Wasserwerfer stehen im Einsatz.
Proteste in Albanien arten aus
Nicht nur Spanien, Italien und Frankreich verzeichnen am Samstag heftige Ausschreitungen. Auch in Albanien kam es zu Protesten. Wie «City News Albania» berichtet, wurde das Rathaus in der Hauptstadt Tirana in Brand gesetzt – wie hoch der Schaden ist, ist bisher nicht bekannt.
Die Proteste der Albaner und Albanerinnen richtete sich gegen die Regierung von Premier Edi Rama. Auch in Tirana kam es zu gewaltsamen Zusammenstössen mit der Polizei.