Darum gehts
- Michigans Autoindustrie ist auf kanadische Einfuhren angewiesen
Gouverneurin Whitmer: Zölle verursachen hohe Kosten für Michigan
Trump will Eröffnung von wichtiger Brücke verhindern
Die Gouverneurin des an Kanada grenzenden US-Bundesstaats Michigan, Gretchen Whitmer (54), hat Präsident Donald Trumps (79) aggressive Zollpolitik kritisiert. Die Autoindustrie ist in Michigan, insbesondere in der Stadt Detroit, ein wichtiges wirtschaftliches Standbein.
Zölle auf Einfuhren aus dem verbündeten Nachbarland, dessen Wirtschaft eng mit jener Michigans verflochten ist, schaden der Konjunktur des Bundesstaats, wie die Demokratin auf der Münchner Sicherheitskonferenz sagte. Der anfängliche Schmerz habe sich in Wut verwandelt. Die Unberechenbarkeit von Trumps Zollpolitik und das Vergraulen Verbündeter verursache «hohe Kosten», sagte sie.
Trump gegen neue Brücke
Trump attackiert seit seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr immer wieder den Nachbar Kanada: Er verhängte Zölle und droht mit neuen Gebühren auf Einfuhren aus Kanada.
Jüngst baute der Republikaner erneut Druck gegen Kanada auf, indem er sich gegen die für dieses Jahr geplante Eröffnung einer neuen Grenzbrücke zwischen Detroit und der kanadischen Provinz Ontario aussprach. Diese soll eigentlich den Handel zwischen den Regionen fördern.