Die Akte Jeffrey Epstein
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Die Akte Jeffrey Epstein:Sex-Insel, Machtmenschen, Suizid

«Aus Versehen» nicht schon früher publiziert
Neue Epstein-Akten belasten Donald Trump

Bisher haben sie gefehlt, nun hat das FBI drei Interviews aus dem Jahr 2019 veröffentlicht – eine anonyme Frau beschuldigt den amtierenden US-Präsidenten darin des Missbrauchs. Unter anderem soll er sie zum Oralsex gezwungen haben.
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Erneut steht Trump im Fokus der Epstein-Akten.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • US-Justiz veröffentlicht FBI-Dokumente mit Missbrauchsvorwürfen gegen Donald Trump
  • Anonyme Frau beschuldigt Trump und Epstein des Missbrauchs auf Hilton Head Island
  • 2025: Trump unterzeichnete Gesetz zur Offenlegung der Epstein-Akten
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Die US-Justizbehörden haben neue FBI-Dokumente veröffentlicht, die Vorwürfe sexuellen Missbrauchs durch Donald Trump enthalten. Diese Dokumente waren zuvor in den Epstein-Akten nicht zugänglich – Grund für das Fehlen war ein Fehler bei der Kennzeichnung, wie die Behörde erklärte.

Die neu veröffentlichten Unterlagen umfassen Notizen und Zusammenfassungen von drei FBI-Befragungen aus dem Jahr 2019. Eine Frau aus South Carolina hatte ausgesagt, dass sie im Alter von 13 bis 15 Jahren von Jeffrey Epstein missbraucht worden sei. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Sie behauptet zudem, auch Trump, damals noch Geschäftsmann, habe sich am Missbrauch beteiligt. Einmal soll er probiert haben, sie zum Oralsex zu zwingen – daraufhin habe sie ihn gebissen.

Justizministerium dementiert Glaubwürdigkeit

Die Dokumente enthalten Details zu den FBI-Befragungen, die an vier Terminen im Jahr 2019 durchgeführt wurden. Ursprünglich war nur die Zusammenfassung des ersten Interviews veröffentlicht worden – diese erwähnte Trump nicht. In den neu veröffentlichten Akten heisst es jedoch, die Frau habe Trump kennengelernt, als Epstein sie «entweder nach New York oder New Jersey» mitgenommen hat, um sie mit dem momentanen US-Präsidenten bekannt zu machen.

Die Transkripte der weiteren Gespräche enthalten neben den Anschuldigungen gegen Trump auch welche gegen andere Personen aus Epsteins Umfeld. Obwohl die Vorwürfe durch die Veröffentlichung erneut Aufmerksamkeit erregen, betonte das Justizministerium, dass diese «unbewiesenen Behauptungen» keine Ermittlungen oder Anklagen gegen Trump nach sich ziehen. «Wenn die Anschuldigungen auch nur ansatzweise glaubwürdig wären, wären sie längst gegen Präsident Trump verwendet worden», erklärte die Behörde in einer früheren Mitteilung. 

Trump-Sprecherin nennt Anschuldigungen «haltlos»

Die Frau bleibt in den veröffentlichten Dokumenten anonym. Donald Trump hat die Vorwürfe stets bestritten. Seine Sprecherin Karoline Leavitt nannte die neusten Anschuldigungen in einer Stellungnahme «völlig haltlos» und «ohne jegliche glaubwürdige Beweise».

Bereits 2025 hatte das US-Justizministerium erklärt, dass die Epstein-Akten «unbegründete Behauptungen» enthalten könnten. Die Behörde musste die Dokumente aufgrund des Epstein Files Transparency Act freigeben – ein Gesetz, das Trump Ende 2025 selbst unterzeichnete. Dabei wurde ausdrücklich klargestellt, dass die Akten auch Falschinformationen enthalten könnten, die von der Öffentlichkeit an das FBI übermittelt wurden.

Das Gesetz zur Offenlegung der Epstein-Akten erlaubt es den Behörden zudem, Dokumente zurückzuhalten, die sensible Opferinformationen oder Beweise zu laufenden Ermittlungen beinhalten. Allerdings dürfen keine Informationen zurückgehalten werden, die lediglich «peinlich, rufschädigend oder politisch sensibel» sind. Es gibt aktuell in den USA keine laufenden Ermittlungen im Zusammenhang mit den Epstein-Akten.

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