Nur wenige Stunden nach dem schrecklichen Anschlag auf die CSD-Parade in Berlin ist die Betroffenheit riesig – nun spricht auch Innenminister Alexander Dobrindt (56) am Tatort. Seine Ansprache war ursprünglich für 12 Uhr geplant – kurz vor zwei Uhr ist der CSU-Politiker jedoch noch immer nicht erschienen. Aufnahmen vor Ort zeigen einen grossen Medien-Andrang.
Kurz vor 13 Uhr erschien jedenfalls Polizeisprecher Florian Nath vor Ort. Auch Dobrindt soll mittlerweile angekommen sein – nichtsdestotrotz lässt die Ansprache weiterhin auf sich warten.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70) ist zudem ebenfalls auf dem Weg nach Berlin. Am Sonntagmorgen äusserte sich der CDU-Politiker auf X bereits zu dem Anschlag. «Was für eine abscheuliche Tat in Berlin», schrieb er. «Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft.»
Täter weiterhin flüchtig
Am Samstag kam es gegen 22 Uhr am Rande des Christopher Street Day (CSD) im Berliner Tiergarten zu einem Anschlag. Ein Auto fuhr im Bereich des Ahornsteigs gezielt in eine dicht gedrängte Menschenmenge. Das Fahrzeug erfasste mehrere Menschen frontal. Nach rund hundert Meter prallte es mit voller Wucht gegen einen Baum.
Eine Frau erlag noch am Tatort ihren schweren Verletzungen. Mindestens 25 weitere Personen wurden teils schwer verletzt, drei von ihnen schwebten am Sonntag noch in Lebensgefahr. Der mutmassliche Täter, Abdul B., ist weiterhin flüchtig.