Video zeigt das Auto des Täters
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Weisser Van:Video zeigt das Auto des Täters

Anschlag auf den CSD in Berlin
Das ist bisher bekannt

Das Attentat auf den Christopher Street Day in Berlin lähmt Deutschland. Der Täter, ein bekannter Islamist, ist auf der Flucht. Wir sagen, was man bisher über den Angriff weiss.
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Der Anschlag forderte ein Todesopfer und mindestens 16 Verletzte.
Foto: IMAGO/Funke Foto Services

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ein Auto raste am 25. Juli 2026 beim Berliner CSD in die Menschenmenge
  • Ein Mensch starb, 16 wurden verletzt, mutmasslicher Täter Abdul B. ist auf der Flucht
  • Berliner CSD zählt jährlich Hunderttausende Teilnehmende, gilt als grösstes Pride-Event Europas
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Guido FelderAusland-Redaktor

Was ist passiert?

Am Samstag kam es gegen 22 Uhr am Rande des Christopher Street Day (CSD) im Berliner Tiergarten zu einem Anschlag. Ein weisses Auto – laut «Focus» ein gemieteter Citröen Space Tourer – fuhr im Bereich des Ahornsteigs nahe der Lennéstrasse gezielt in eine dicht gedrängte Menschenmenge. Das Fahrzeug erfasste mehrere Menschen frontal. Nach rund hundert Meter prallte es mit voller Wucht gegen einen Baum. Laut Polizei stieg der Fahrer aus dem Wrack und attackierte mehrere Passanten mit einer Stichwaffe. Es gelang ihm in der Dunkelheit die Flucht.

Eine Frau erlag noch am Tatort ihren schweren Verletzungen. Mindestens 17 weitere Personen wurden teils schwer verletzt, drei von ihnen schwebten am Sonntagmorgen noch in Lebensgefahr.

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Der Anlass wurde umgehend abgebrochen. In einem Video forderte die Polizei die Besucher auf, das Gelände zu verlassen. Wie der Mann auf das mit 250 Schutzelementen gesicherte Gelände fahren konnte, wird untersucht. 

Wer ist der Täter?

Die Generalstaatsanwaltschaft und die Polizei Berlin haben eine bundesweite Öffentlichkeitsfahndung nach dem 21-jährigen Abdul B. als mutmasslichem Hauptverdächtigen eingeleitet. Wie «Focus» berichtet, soll sein voller Name Abdul Rahman Toufic Ballout lauten. Der Mann mit libanesischen Wurzeln soll IS-Anhänger sein und ist den Sicherheitsbehörden bekannt: Er wird von den Behörden der Berliner islamistischen Szene zugerechnet und war erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen worden.

In der Nacht zum Sonntag durchsuchte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei seine Schöneberger Meldeadresse, 1,2 Kilometer vom Tatort entfernt. Die Wohnung war leer. Ein konkretes Bekenntnis oder ein gesichertes Schreiben liegt zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor. Die Polizeibehörden haben die Kollegen in den Nachbarländern Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Polen und Dänemark alarmiert.

Möglicherweise gab es Mittäter: Augenzeugen berichteten, dass sich nach der Tat eine oder mehrere Personen aus dem Auto entfernt hätten. 

Fragen, die noch nicht beantwortet wurden: Wie kam der Täter nach Deutschland? Warum sass er bis Mai im Gefängnis?

«Der Mann ist der Berliner Polizei bereits bekannt»
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Täter identifiziert:«Der Mann ist der Berliner Polizei bereits bekannt»

Wie reagieren die Politiker?

Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) ist auf dem Weg nach Berlin. Er hat sich auf X zum Anschlag geäussert. «Was für eine abscheuliche Tat in Berlin. Hunderttausende Menschen aus aller Welt feierten friedlich beim Christopher Street Day. Sie wollten, dass wir gut und tolerant miteinander umgehen. Das ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft», so Merz. Die Tat werde aufgeklärt und mit aller Härte verfolgt.

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (64, SPD) hat wegen des Anschlags ihre Ferien in den Bergen abgebrochen. «Ich bin heute noch in Berlin! Stehe mit den Sicherheitsbehörden im engsten Kontakt», sagt sie gegenüber «Bild». Gegen Abend ist eine Pressekonferenz mit den Sicherheitsbehörden geplant.

Was ist der Christopher Street Day?

Der CSD ist eine weltweite Reihe von Festen, Paraden und Demonstrationen der LGBTQ-Community (Lesben, Schwule, Bisexuelle, transgeschlechtliche und queere Menschen). Die Bewegung erinnert an die historischen Ereignisse Ende Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street: Damals wehrten sich queere Menschen in der Bar Stonewall Inn erstmals gewaltsam gegen willkürliche Polizeirazzien, Diskriminierung und staatliche Repression.

Der Berliner CSD zählt mit regelmässig mehreren Hunderttausend Teilnehmenden aus aller Welt zu den grössten und bedeutendsten Pride-Veranstaltungen auf dem europäischen Kontinent.

Wie viele Anschläge gab es in Deutschland schon?

Seit der grossen Einwanderung von 2015 gab es in Deutschland rund zehn schwere Attentate, die islamistisch motiviert waren. Der schlimmste war wohl der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember 2016, bei dem 13 Menschen starben und 70 verletzt wurden. 

Beim Täter handelte es sich um Anis Amri (†24) – einen Islamisten, der den Behörden als gewaltbereit bekannt war. Er wurde vier Tage später in Italien bei einer Personenkontrolle erschossen. Dieser Anschlag führte zur Verschärfung von Gesetzen und zu baulichen Sicherheitsmassnahmen an Grossanlässen. 

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