Darum gehts
- Jeffrey Epstein starb am 10. August 2019 unter mysteriösen Umständen in New York
- Ein Bericht über seinen Tod war auf den 9. August datiert
- Epstein wurde allein in seiner Zelle gefunden, entgegen Vorschriften
Seit dem Tod des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953–2019), der in der Nacht auf den 10. August 2019 in seiner Zelle in einem New Yorker Gefängnis verstarb, kursieren zahlreiche Theorien um die Umstände seines Ablebens. Auch die offiziellen Dokumente helfen nicht dabei, Licht ins Dunkel zu bringen – im Gegenteil, wie ein neuer Fund in den Epstein-Akten zeigt.
«Heute Morgen bestätigte das Manhattan Correctional Center, dass Jeffrey Epstein, gegen den von dieser Behörde Anklage wegen Menschenhandels mit Minderjährigen erhoben wurde, leblos in seiner Zelle aufgefunden und kurz darauf für tot erklärt worden war», heisst es in einem Statement der zuständigen Bundesstaatsanwaltschaft. An sich schlüssig, nur: Das Schreiben ist auf den 9. August datiert – einen Tag vor Epsteins Tod.
Mehrere Versäumnisse in Todesnacht
Offiziell hiess es immer, Epstein sei am Morgen des 10. Augusts gegen 6.30 Uhr von einem Gefängniswärter entdeckt worden. Dies nach einer Nacht, in der offenbar nichts so funktionierte, wie es in der Anstalt sollte. Nicht nur war der damals 66-Jährige entgegen den Vorschriften allein in einer Zelle untergebracht, auch Kontrollgänge sollten nicht durchgeführt worden sein.
Ausserdem zeigen neue Aufnahmen eine mysteriöse orangefarbene Gestalt, die in der Todesnacht die Treppe zu Epsteins Zelle hochging – im Abschlussbericht wurde diese als ein «nicht identifizierter Wachhabender» identifiziert.
Ein offizielles Statement zu dem Datumsrätsel blieb bisher aus. Ob es sich um ein Systemfehler handelt oder ob die zuständigen Behörden bereits mehr wussten als bisher bekannt, bleibt offen.