Vorstandsmitglied der AfD-Jugend postet skurrile Deutschlandkarte

Ein Vorstandsmitglied der AfD-Jugend sorgt mit einem skurrilen Post auf X für Aufsehen. Zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober teilte er ein Bild mit einer deutschen Landkarte – allerdings war Deutschland wesentlich grösser als in Realität.
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Ein Jungpolitiker aus der AfD provozierte auf Instagram mit einem Bild von einer falschen Deutschlandkarte.
Foto: Screenshot Instagram Repost / @garethmetik

Darum gehts

  • Strauf postete Grossdeutschland mit Teilen der Schweiz.
  • Er löschte den Post; AfD-Jugend will nichts gewusst haben.
  • Ähnliche Karten Trumps, Netanyahus und Chinas sorgten in Vergangenheit für Aufsehen.
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Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Am vergangenen Samstag war der Tag der Deutschen Einheit. Zu diesem Anlass postet AfD-Jungpolitiker Luca Maurice Strauf ein Bild einer falschen Landkarte, die das «gesamte deutsche Volk» in einem Staat vereint zeigt. Darauf zu sehen: Ein Deutschland, dessen Grenze auf Teile seiner Nachbarländer erweitert wurde. Auch der Raum der deutschsprachigen Schweiz ist auf Straufs Wunschkarte blau eingefärbt.

Strauf entfernte unterdessen seinen Beitrag, über den zuerst die «Taz» berichtete. Neben der Schweiz wurden auf seiner Fantasiekarte auch Teile von Österreich, Polen, Ungarn, Luxemburg, Italien und Frankreich annektiert. Letzteres sorgte scheinbar für das grösste Aufsehen.

Franzosen fluteten Kommentarspalte

Laut der «Taz» fanden sich in der Kommentarspalte haufenweise französische Accounts. Diese seien dem Umfeld der französischen Rechtspartei Rassemblement National (RN) zuzuordnen. Dass Strauf das Elsass umfärbte, passte den Franzosen gar nicht: «Die Deutschen waren nie unsere Freunde. Man muss das Saarland und das linke Rheinufer annektieren», soll es in einem der Kommentare geheissen haben.

Der Bundesvorstand der AfD-Jugend gab auf Anfrage der Zeitung an, im Vorfeld keine Kenntnis von dem Post gehabt zu haben. Dieser würde ihrem Verständnis von Realpolitik nicht entsprechen. Der Jungpolitiker selbst erklärte den Vorfall damit, dass er lediglich auf die «gemeinsame Geschichte» und «ein gemeinsames Schicksal» der Länder hinweisen wollte.

Immer wieder provozieren Politiker mit falschen Landkarten, auf denen sie sich andere Länder einverleiben.

Donald Trumps Amerika-Karte

Vergangenen Monat sorgte eine USA-Karte für Empörung, die von Präsident Donald Trump (80) entworfen wurde. Dieser weitete die Landesgrenzen unter anderem auf Mexiko, Kanada und Kuba aus. Das Ganze ging so weit, dass die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum (64) einen Post veröffentlichte, in dem sie die Souveränität ihres Landes unterstrich.

Netanyahu zeigt falsche Landkarte vor UN-Versammlung

Im Jahr 2023 kam es an der UN-Vollversammlung zu einem Eklat mit Israels Premier Benjamin Netanyahu (76). Wie die «Zeit» berichtete, zeigte er während seiner Rede eine Karte, laut der die palästinensischen Gebiete zu Israel gehören. Die Karte wurde im Anschluss als «Karte der Annektierung» bezeichnet.

China provoziert Indien mit Landkarte

Wie der deutsche Rundfunk berichtete, teilte das chinesische Ministerium für Bodenschätze im Jahr 2023 eine «offizielle» Landkarte Chinas. Neben Taiwan waren darauf auch Regionen zu sehen, die von Indien verwaltet werden. Auch in diesem Fall ging es so weit, dass sich Vertreter des indischen Aussenministeriums meldeten und die Ansprüche zurückwiesen.

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