Darum gehts
- USA: Über ein Dutzend Bundesstaaten wegen «Monstersturm» von möglichem Notstand betroffen
- 200 Millionen Menschen erhielten Wetterwarnungen, minus 45 Grad Celsius möglich
- Fluggesellschaften streichen Hunderte Verbindungen, Lufthansa stoppt Flüge am Wochenende
Aus Furcht vor den Auswirkungen eines der vermutlich schwersten Winterstürme der vergangenen Jahre in den USA haben mehr als ein Dutzend Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. Medien sprachen von einem «Monstersturm». Die massive Kältefront wird New York voraussichtlich am Sonntag zwischen 3 und 9 Uhr morgens Ortszeit erreichen, mit voraussichtlich fast einem halben Meter Neuschnee, wie die «New York Post» berichtet.
Die Massnahme gelte ganz oder teilweise für Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, New York, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri, berichteten etwa die US-Sender CNN und ABC. Später wurde die Liste um die nordöstlichen Bundesstaaten New York und Massachussets erweitert sowie den Hauptstadtdistrikt Columbia erweitert.
US-Präsident Donald Trump (79) erklärte auf Truth Social, er sei zur «Rekord-Kältewelle» und dem «historischen Wintersturm gebrievt worden. Dabei verlinkt er zu einem Beitrag der US-Wetterbehörde. Diese warnt in Grossstädten wie New York, Washington und Boston sowie weiten zentralen bis nordöstlichen Landesteilen vor Extrembedingungen: «Es kann zu erheblichen Beeinträchtigungen des täglichen Lebens, gefährlichen oder unmöglichen Fahrbedingungen sowie zu weitreichenden Sperrungen und Störungen der Infrastruktur kommen.»
Flüge vorsorglich abgesagt
Begleitet von heftigen Schneefällen und eisigen Winden werde sich der herannahende Sturm über eine Entfernung von rund 3000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus über das Wochenende bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst.
Fluggesellschaften hätten vorsorglich bereits Hunderte Verbindungen abgesagt, hiess es in Medienberichten. Den Passagieren werde angeboten, kostenlos umzubuchen. Sicherheitshalber hätten auch zahlreiche Schulen für Freitag den Unterricht abgesagt.
Die Swiss ist ebenfalls vom Wintersturm betroffen, wie sie auf Anfrage mitteilt. «Am kommenden Wochenende wird es an mehreren Flughäfen an der US-Ostküste sowie in Kanada zu Verspätungen oder Flugannullierungen kommen. Eine Reihe Flüge haben wir bereits vorsorglich annulliert», teilt Mediensprecherin Meike Fuhlrott mit.
Wer auf eine alternative Reiseoption umbuchen wolle, erhalte bei Bedarf Unterstützung. «Unsere Teams arbeiten mit ganzer Kraft daran, die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten», betont die Swiss-Sprecherin. Insgesamt seien von den Flugstreichungen rund 2600 Passagiere betroffen, hiess es weiter.
23. Januar 2026
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Auch die Lufthansa hat für Samstag zahlreiche Flüge von und nach Nordamerika gestrichen. Am Sonntag sind nach Angaben einer Sprecherin noch Verbindungen nach Washington, New York, Boston, Philadelphia und Charlotte betroffen. An zahlreichen weiteren Flughäfen im Westen, Süden und Norden des Kontinents sei am Sonntag nur noch mit vereinzelten Verspätungen zu rechnen. Die betroffenen Fluggäste würden über die Ausfälle und alternative Reisemöglichkeiten informiert.
Kommt es zu Stromausfällen?
Befürchtet wird auch, dass es zu massiven Stromausfällen kommt, etwa durch umknickende Bäume oder weil die oberirdischen Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen könnten.
Die Wetterwarnungen oder besondere Hinweise gelten für rund 160 und 235 Millionen Menschen, je nach Verlauf des Sturms. Die Behörden riefen die Menschen auf, ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen und das Auto stehenzulassen. New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul (67) warnte, die erwartete Kälte könne «absolut tödlich» sein. In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen laut Wetterdienst auf minus 45 Grad Celsius fallen.