Darum gehts
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Die braunen Mokassins kosten im Schweizer La-Redoute-Onlineshop 195 Franken. Im deutschen Shop sind es umgerechnet nur 142 Franken. Der Versandhändler verlangt in der Schweiz also 53 Franken mehr. Das sind 37 Prozent.
Wer diese Schweiz-Abzocke umgehen will, stösst auf ein Problem: Der deutsche La-Redoute-Shop liefert nicht in die Schweiz. So handhaben das nach wie vor viele deutsche Onlinehändler.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.
Das müssen sich Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten aber nicht bieten lassen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Hochpreisinsel-Politik der Anbieter zu umgehen. Mit einer deutschen Lieferadresse ist das ganz einfach. Aber: Nicht alle Angebote rechnen sich in jedem Fall.
Lösung 1: Das Paket in die Schweiz weiterleiten lassen
Wer sein Paket aus Deutschland bequem nach Hause geliefert erhalten will, kann das etwa über Meineinkauf.ch tun. Das Paket wird nach Süddeutschland an die Schweizer Grenze geliefert, verzollt und in die Schweiz weitergesandt.
Beim Paket mit den günstigen Mokassins aus Deutschland zahlt die Kundschaft für diesen Service total Fr. 17.90. Der Spareffekt gegenüber dem Schweiz-Preis von La Redoute beträgt somit noch 18 Prozent – oder Fr. 35.10.
Die Vorteile: Die Weiterleitung nach Hause erfolgt über Meineinkauf.ch schnell. Dafür muss sich die Kundschaft zuerst anmelden, um eine eigene Mailadresse zu erhalten. Danach muss man mit dieser Adresse das Paket bestellen. Der Mehraufwand ist nahezu null.
Die Nachteile: Eine Bestellung auf Rechnung ist hier nicht möglich. Und eine Rücksendung der Ware würde Fr. 9.90 kosten, plus Inlandporto nach Kreuzlingen, Schweiz.
Auch Grenzpaket.ch bietet einen Weiterleitungsservice an. Dieser würde in unserem Mokassinsbeispiel aber Fr. 63.67 kosten und wäre aufwendig. Dasselbe gilt für das Angebot von Mypaketshop.com, das hier Fr. 52.31 kosten würde.
Lösung 2: Das Paket über der Grenze in Deutschland abholen
Grenzpaket.ch, Mypaketshop.com und Las-burg.de sind spezialisiert auf die Selbstabholung von Paketen ennet der Grenze. Das kann sich rechnen für Personen, die nahe der Grenze wohnen.
Bei Grenzpaket.ch kann die Kundschaft wählen, in welcher der rund 50 Abholstationen sie das Paket abholen will. Darunter sind auch einzelne Ortschaften, die an das Schweizer ÖV-Netz angebunden sind. Und andere Abholstationen, wo es Umkleidekabinen für Kleiderkäuferinnen gibt.
Die Abholgebühr beträgt zwischen 3 und 6 Franken. Wer ein Abo löst, zahlt weniger. Dazu kommen die Kosten für die Anfahrt – respektive die Zeit, die man dafür aufwenden muss.
Bei Mypaketshop.com erfolgt die Abholung im deutschen Grenzstädtchen Bad Säckingen. Für ein kleines Paket zahlt die Kundschaft 4 Euro, bei Las-Burg.de sind es 3.50 Euro.
Wer eine deutsche Selbstabholer-Lieferadresse hat, kann je nach Lieferant mit einigem Aufwand die deutsche Mehrwertsteuer von 19 Prozent zurückfordern, sofern der Wert mindestens 50,01 Euro beträgt. Ab einem Wert von 150 Franken (ohne deutsche Mehrwertsteuer) ist die Schweizer Mehrwertsteuer fällig.
Hinweis: Dieser Artikel wurde erstmals am 9. Oktober 2025 veröffentlicht und am 2. Oktober 2026 aktualisiert.