Wenn Kunden nicht aufkreuzen
Berner Coiffeursalon verlangt neu 80 Stutz bei No-shows

Wenn Kundinnen und Gäste nicht erscheinen, kostet das Coiffeure und Gastronomen viel Geld. Ein Berner Salon zieht jetzt 80 Franken bei unentschuldigtem Fernbleiben ein. Immer mehr Gewerbe setzt auf No-show-Gebühren.
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Im ROD³ Coiffeursalon in Bern bleiben immer wieder Kunden unentschuldigt fern.
Foto: Instagram

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Berner Coiffeursalon ROD³ führt Gebühren bei No-Shows ein
  • Salon berechnet 80 Franken bei unentschuldigtem Fernbleiben
  • Coiffeurs, Beautysalons und Gastro: Immer mehr setzen auf Gebühren
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Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Gäste reservieren – und tauchen dann nicht auf: No-shows werden für viele Gastronomen zunehmend zum Problem. Der Zürcher Gastronom Mike Gut (58) hat jüngst im Blick angekündigt, künftig bei Nicht-Erscheinen eine Gebühr von 50 Franken pro Gast zu verlangen. Doch auch in anderen Branchen buchen Kundinnen und Kunden Termine und bleiben dann unentschuldigt fern. Der Coiffeursalon ROD³ im Berner Breitenrein-Quartier hat deshalb reagiert und Gebühren für No-shows und kurzfristige Absagen eingeführt, wie das Portal Nau zuerst berichtet hat.

Wer weniger als 24 Stunden vor dem Termin absagt, muss die Hälfte zahlen. Bei einem unentschuldigten Fernbleiben berechnet der Salon neu pauschal 80 Franken. Gerade ein Nichterscheinen bei aufwendigen Terminen kann zur Folge haben, dass ein Angestellter längere Zeit nichts zu tun hat. «Sagt hier jemand eine halbe Stunde vorher ab, fehlen bis zu 400 Franken in der Kasse. Diese Lücken bekommt man so spontan nicht mehr gefüllt», sagt Coiffeur Marco Siegenthaler zu Nau.

Gewerbe sichert sich ab

Der Coiffeursalon steht mit den No-show-Gebühren nicht allein da: Immer mehr Gewerbetreibende weisen auf ihrer Website darauf hin, die Kundschaft für No-shows oder kurzfristige Absagen zur Kasse zu bitten. Der Coiffeur The Apartment in Luzern behält sich für solche Fälle vor, die reservierte Zeit in Rechnung zu stellen. Der 7Sense Hairsalon in Zürich verrechnet 50 Prozent des Preises der gebuchten Dienstleistung. Bel Hair in Küsnacht ZH verlangt man bei No-shows den vollen Betrag. Beim Hundesalon Poshpaws in Wilen bei Wollerau SZ und Thalwil ZH muss 48 Stunden vorher abgesagt werden, sonst fallen 100 Prozent der Kosten des gebuchten Services an.

Der Grund für die No-show-Gebühren: Gebuchte Termine lassen sich im Gewerbe meist nicht kurzfristig ersetzen. Das gilt auch für Schönheitssalons. Bei Queen Bee Beauty in Zürich wird deshalb bei No-shows der volle Betrag der gebuchten Dienstleistung von der Kreditkarte abgebucht. Das können bei einer Massage bis zu 300 Franken sein. 

Auch die Clinic Utoqai in Zürich verlangt bei No-shows den vollen Betrag: Wer einen Termin für ein Permanent-Make-up unentschuldigt nicht wahrnimmt, muss die 1200 Franken trotzdem zahlen. Bei Laser-Promed in Zürich fällt bei kurzfristigen Absagen eine Gebühr von 100 Franken an, und bei einem No-show werden 50 Prozent der gebuchten Dienstleistung in Rechnung gestellt. 

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