Sicherer Hafen wegen Nahostkonflikt gesucht
Euro fällt auf neues Rekordtief zum Schweizer Franken

Der Schweizer Franken ist im Zuge der sich zuspitzenden Lage im Nahen Osten wieder als sicherer Hafen gesucht und gewinnt deutlich an Wert. Der Euro hat ein neues Allzeittief zum Franken erreicht.
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Der Schweizer Franken ist im Zuge der sich zuspitzende Lage im Nahen Osten wieder als sicherer Hafen gesucht und hat deutlich an Wert gewonnen. Der Euro hat am Mittwochnachmittag ein neues Allzeittief zum Franken bei 0,9449 erreicht. (Symbolbild)
Foto: GEORGIOS KEFALAS

Der Euro sackt gegenüber dem Franken weiter ab. Am Mittwoch wurde der bisherige Tiefststand vom vergangenen Freitag (13. Oktober) unterschritten. Für einen Euro gab es lediglich um 16 Uhr lediglich noch 0.9449 Franken – Rekordtief! Danach erholte sich der Kurs nur minim.

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Während der US-Dollar als Weltreservewährungen ebenfalls stärker gefragt war und zu den meisten Währungen zulegte, gab er am Mittwoch zum Franken etwas nach. So rutschte die US-Währung bereits am Vormittag unter die Marke von 90 Rappen und wurde am frühen Abend mit 0,8980 Franken gehandelt.

Übliche Marktmechanismen für unsichere Zeiten

Derweil ging es an den Aktienbörsen weltweit abwärts. Der Leitindex der Schweizer Börse SMI tauchte um 1,3 Prozent. Der deutsche DAX gab um 1 Prozent nach, während die Londoner Börse 1,2 Prozent verlor. Auch die US-Börsen standen im Minus.

Wie so oft in unsicheren Zeiten konnte auch das Gold an Wert zulegen. Am Nachmittag kostete eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) an der Börse in London bis zu 1962 US-Dollar. Das waren rund 39 Dollar mehr als am Vortag. Höher hatte der Goldpreis zuletzt Anfang August gelegen.

An den Finanzmärkten ist die Verunsicherung wegen der Lage im Nahen Osten gross. Nach einem Raketeneinschlag in einem Spital im Gazastreifen drohen die diplomatischen Bemühungen zur Eindämmung des Konflikts zu scheitern. Ein für den (heutigen) Mittwoch geplantes Treffen zwischen US-Präsident Joe Biden und dem jordanischen König Abdullah II., an dem auch Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi teilnehmen sollte, wurde abgesagt. (SDA/rae)

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