Darum gehts
- Hotel Felchlin auf der Rigi für 4,4 Millionen Franken zu verkaufen
- Denkmalgeschütztes Gebäude mit 37 Zimmern und Rigi-Bahn-Haltestelle inklusive
- Gebaut 1875, umfasst 1450 Quadratmeter Fläche und weiteres Land mit Chalet
Eine bessere Aussicht gibt es nicht! Vom Hotel Felchlin auf der Rigi aus hat man eine wunderbare Sicht auf den Vierwaldstättersee, die Alpen und ins Mittelland. Jetzt steht das historische Hotel zum Verkauf, wie der «Bote der Urschweiz» schreibt. Als nichts weniger als der «der wohl schönste Platz auf der Rigi mit unverbaubarem Panorama» wird das Haus in der Immobilienannonce auf Homegate beschrieben. Für einmal sind solche Worte passend. Und keine Übertreibung eines übereifrigen Maklers.
Denn mit dem Hotel Felchlin steht das letzte Belle-Époque-Hotel auf der Rigi zum Verkauf – für 4,4 Millionen Franken. Die Liegenschaft auf der «Königin der Berge» umfasst 37 Zimmer, zwei historische Säle und eine grosszügige Parkanlage mit alten Bäumen auf 1450 Quadratmetern Fläche. Im Preis inbegriffen sind eine eigene Wasserquelle, originales Mobiliar und Geschirr aus dem früheren Hotelbetrieb. Und ganz speziell: Eine Haltestelle der Rigi-Bahn direkt vor dem Haus.
Zeitzeuge des boomenden Rigi-Tourismus
Zusätzlich werden zwei benachbarte, rund 600 Quadratmeter grosse Parzellen mit Chalet und Schopf mitverkauft. «Ein einzigartiges Investment mit alpinem Prestige und grossem Zukunftspotenzial», wie es im Inserat heisst. Allerdings mit einem grossen Aber. Das Gebäude ist denkmalgeschützt, es wird künftig nämlich der Schutzzone II unterstellt. Das schränkt den Handlungsspielraum eines Käufers empfindlich ein: Fassade, Erscheinungsbild und wesentliche Raumstrukturen müssen erhalten bleiben.
Käufer brauchen also nicht nur Kapital zum Kauf und zur Renovierung. Sondern auch eine gehörige Portion Fingerspitzengefühl bei der Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege. Gebaut wurde das Haus 1875, in der Hochblüte des Rigi-Tourismus. Generationen von Gästen aus ganz Europa logierten hier, bis das Hotel in den späten 1970er-Jahren den Betrieb einstellte. Seither wurde es von der Besitzerfamilie erhalten. Ihr Wunsch ist es, dass das «Felchlin» auch künftig als Hotel betrieben wird.
Ferienwohnungen statt Hotelzimmer
Das ist bei vergleichbaren Objekten längst nicht immer der Fall. So wird das historische Hotel des Alpes auf der Rigi – nur einen Steinwurf vom Hotel Felchlin entfernt – derzeit umgebaut. 20 Jahre lang stand das Haus mit Baujahr 1899 leer. Schon im Sommer sollen die ersten von 17 luxuriösen Wohnungen bezugsbereit sein. Die Dachwohnung im Türmli mit 76,5 Quadratmetern ist für knapp eine Million Franken ausgeschrieben.
Hinter dem Projekt steht der Immobilienentwickler Christoph Schoop (66), der das Hotel vor gut zwei Jahren ersteigert hat. Schoop hat bereits mehrfach historischen Bauten wie dem Seehof in Gersau SZ neues Leben eingehaucht. Das einstige Hotel wurde vor ein paar Jahren in 14 Wohnungen umgebaut. Schoop wird dieser Tage heiss als neuer Investor beim Verenahof in Baden AG gehandelt.