Darum gehts
- Volkswagen schreibt im dritten Quartal 2026 einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro
- Porsche-Abschreibung, schwache Verkäufe in China und Preisdruck belasten Geschäft
- Finanzchef Arno Antlitz fordert rasches Handeln
Der deutsche Autobauer Volkswagen schreibt weiterhin rote Zahlen: Im dritten Geschäftsquartal, also von Juli bis September 2026, verbuchte VW einen Mega-Verlust von 5,82 Milliarden Euro (5,37 Milliarden Franken), wie der Konzern am Donnerstag mitteilt. Im Vorjahresquartal lag das Minus bei 1,07 Milliarden Euro. Der Umsatz sank im dritten Quartal um 6,3 Prozent auf rund 75,3 Milliarden Euro, die Auslieferungen brachen um 14,3 Prozent auf 1,89 Millionen Fahrzeuge ein.
Hauptgrund für das schlechte Ergebnis seien «Sondereffekte», schreibt VW. Diese betragen gesamthaft 7,8 Milliarden Euro, besonders stark fiel eine Abschreibung auf den Firmenwert der Tochter Porsche von 6,4 Milliarden Euro ins Gewicht. Hinzu kommen das schwache Marktumfeld in China, der weltweit zunehmende Preis- und Wettbewerbsdruck sowie der gestiegene Anteil von weniger profitablen E-Autos an den Verkäufen.
«Müssen schnell und entschlossen handeln»
VW-Finanzchef Arno Antlitz sieht angesichts der angespannten Lage dringenden Handlungsbedarf: «Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen schnell und entschlossen handeln», lässt sich der CFO in der Mitteilung zitieren.
Die operative Rendite lag bereinigt um Sondereffekte nach neun Monaten bei lediglich 3,8 Prozent. «Das ist zu wenig, um weiter kraftvoll in unsere Zukunft zu investieren», so Antlitz. Mit dem Zukunftsplan habe man die wichtigsten Massnahmen definiert, um die Ertragskraft nachhaltig zu steigern.