Vier Routenplaner im Vergleich
Schluss mit teuren Abos – die beste Wander-App ist gratis

Wanderungen plant man heute am Handy statt auf Papier. Dabei bieten die Apps ganz unterschiedliche Dienstleistungen. Ein Überblick.
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Smartphone statt Karte: Mit diesen Apps kommt man sicher über Stock und Stein.
Foto: Antonio Gross/Unsplash

Darum gehts

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Thomas Angeli
Beobachter

Zur Alpe Soladino führt kein offizielles Wanderweg-Schild. Bloss ein kleiner, handbemalter Holzpfeil weist den Weg zum kleinen Weiler, der von einem Verein zu einer kleinen Oase hoch über dem Maggiatal ausgebaut wurde. Wer hier hinaufwill, braucht nicht nur gute Kondition, sondern auch Ortskenntnisse, denn «Alpe Soladino» ist kein offizieller Flurname. Auf der Landeskarte sind die Wiesen auf 1100 Metern über Meer als «Al Curzótt» vermerkt. 

Der gut ausgebaute, aber anstrengende Weg von der Postautohaltestelle in Someo bis hinauf auf die Alpe Soladino ist somit die perfekte Strecke, um Wander-Apps zu testen. Finden sie die Alp überhaupt? Sind Schwierigkeit, Höhenmeter und geschätzte Marschzeit korrekt ausgewiesen? Lässt sich die Tour zu Hause planen und bei Bedarf unterwegs ändern? Wir haben vier Apps unter die Lupe genommen.

Artikel aus dem «Beobachter»

Das ist ein Beitrag aus dem «Beobachter». Das Magazin berichtet ohne Scheuklappen – und hilft Ihnen, Zeit, Geld und Nerven zu sparen.

Probieren Sie die Mobile-App aus!

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Swisstopo

Die App des Bundesamts für Landestopografie findet nur den offiziellen Flurnamen Al Curzótt. Ansonsten ist aber nicht viel auszusetzen: Touren lassen sich problemlos am Handy zeichnen, und die dazugehörigen Karten können gratis heruntergeladen und ohne Handyempfang genutzt werden. Dazu gibt es ein Höhenprofil der Wanderung und selbst die Möglichkeit, das eigene Tempo einzustellen, um so die eigentliche Wanderzeit besser einschätzen zu können. Was besonders auffällt: eine Virtual-Reality-Ansicht, mit der man die Tour aus der Vogelperspektive anschauen kann. Einziger Wermutstropfen: Der Schwierigkeitsgrad der Tour (T2) ist nicht angegeben. Kosten: gratis

Komoot

Die Allzweck-App für Outdoor-Enthusiastinnen und -Enthusiasten punktet mit immer mehr Features. Die Alpe Soladino findet die App problemlos – dank Nutzerinnen, die schon dort waren und ihre Touren für alle einsehbar abgespeichert haben. Höhenprofil, voraussichtliche Wanderzeit und selbst der Schwierigkeitsgrad sind angegeben. Der Nachteil: Als Karte dient Open Street Map. Für Wanderungen in der Schweiz kann sie in Sachen Detaillierungsgrad nicht mit Swisstopo mithalten. Praktisch: Über einen Button kann man die Anfahrt von zu Hause aus planen. Kosten: Basisversion gratis, Premium-Account 60 Franken pro Jahr

Mapout

Wer es gern simpel und offline mag, ist mit der Schweizer App Mapout gut bedient. Die gesuchte Alp ist dort zu finden, und sowohl der offizielle Schwierigkeitsgrad als auch das Höhenprofil lassen sich ablesen. Die Open-Street-Map-Karten können einfach heruntergeladen werden, und die Routenplanung funktioniert auch ohne Handyempfang. Schön gemacht: In der Infoleiste sieht man jederzeit die Höhe über Meer und das Tempo. Schade: Mapout gibt es nur für iPhones. Kosten: 4 Franken einmalig

Wikiloc

Wer Inspiration für Wanderungen sucht, wird vielleicht bei Wikiloc fündig. 20 Millionen Outdoor-Liebhaber aus der ganzen Welt haben hier bisher 77 Millionen Touren hochgeladen – auch den Weg auf die Alpe Soladino. Wikiloc-Touren können ohne Handyempfang genutzt werden. In der Bezahlversion gibt es die detaillierten Karten der Landestopografie und eine 3-D-Ansicht. Informativ: Nutzerinnen und Nutzer können Bilder hochladen, womit man einen guten Eindruck von der Strecke erhält. Leicht chaotisch: Beim Zeichnen von Routen («Trails») weichen diese manchmal leicht von den tatsächlichen Wegen ab. Kosten: 19.95 Franken pro Jahr

Fazit

Für Wanderungen in der Schweiz sind die exakten Landeskarten unübertroffen. Dank diesen sowie der einfach zu bedienenden Routenplanung schlägt die kostenlose App von Swisstopo die anderen Apps deutlich. Wenn man unbekannte Gegenden erkunden will, hilft eine App, die von Nutzerinnen und Nutzern mit Routen versorgt wird. Hier hat Wikiloc die Nase vorn.

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