Darum gehts
- Putin überschreitet das Militärbudget massiv
- 2025 sollen 166 Milliarden Franken an die Front fliessen
- 2026 steigen Rüstungsausgaben, Sozialetats sinken
Der Krieg in der Ukraine kommt Russland teuer zu stehen! Präsident Wladimir Putin (74) hat das Budget für Militärausgaben im Jahr 2026 massiv überschritten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei russische Regierungsinsider. Die Verteidigungsausgaben sollen bis Ende dieses Jahres den gewaltigen Wert von 200 Milliarden Dollar oder 166 Milliarden Franken erreichen. So viel wie nie zuvor.
Es sind fast 50 Milliarden Franken mehr als ursprünglich vorgesehen. Anders ausgedrückt: Der russische Steuerzahler muss 40 Prozent höhere Kriegskosten stemmen als erwartet. Dabei wollte der Kremlchef Ende 2025 die Kriegsausgaben eigentlich dämpfen, um das rasant wachsende Loch in der Staatskasse zu stopfen.
Hoffnung auf baldiges Kriegsende zerschlagen
Der Grund für die Kehrtwende: Ende 2025 hoffte Putin noch auf ein baldiges Ende des Krieges. Dieses Jahr zeigte: Ein Abkommen zwischen den beiden Ländern ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: Der Krieg erreichte neue Dimensionen.
Putin reagierte prompt: Er peitschte Vorauszahlungen an die Rüstungsindustrie durch und drehte den Geldhahn für die Front voll auf. Besonders diesen Sommer spürte die Ukraine die Folgen. Zwar warnten hochrangige russische Regierungsvertreter den Präsidenten immer wieder vor seinem unbezahlbaren Kriegskurs – doch sie stiessen bei Putin auf taube Ohren.
Spar-Hammer für Kriegsveteranen
Ein Ende der Geldschwemme ist nicht in Sicht. Nächstes Jahr will Putin die Militärausgaben sogar noch weiter hochfahren. Geplant sind 167 Milliarden Franken – wiederum ein neuer Rekordwert seit Kriegsbeginn. Bloomberg-Insider warnen bereits: Auch diese Zielmarke dürfte geknackt werden.
Um die gigantische Kriegsmaschinerie zu füttern, karrt Putin das Geld bei den eigenen Bürgern ab. Die Ausgaben für die Sozialpolitik, also für genau jene Kriegsveteranen, die aus der Ukraine zurückgekommen sind, sowie für Mütter und Rentner, werden nächstes Jahr um 7 Prozent gekürzt. Dies berichtet Reuters. Die Bildungsausgaben sollen um 6 Prozent sinken. Das Gesundheitswesen muss mit 6,8 Prozent weniger Mitteln auskommen als ursprünglich geplant.