Video soll Angriff auf South-Pars-Erdgasfeld zeigen
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Schlag am Mittwochmorgen:Video soll Angriff auf South-Pars-Erdgasfeld zeigen

Trump droht mit Mega-Angriff
Wird jetzt der Sprit auch in der Schweiz teurer?

Die Energieinfrastrukturen in der Golfregion werden zu neusten Zielen im Iran-Krieg. US-Präsident Donald Trump droht, das grösste Gasfeld der Welt «in die Luft zu sprengen». Das Fass Erdöl könnte deshalb bald 200 Dollar kosten. Blick schätzt die Lage ein.
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Von Israel angegriffen: das grösste Gasfeld der Welt South Pars/North Dome.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Israel greift Irans grösstes Gasfeld South Pars/North Dome an
  • Iran droht mit 200 Dollar pro Barrel Öl
  • Ölpreis über 110 Dollar, seit Kriegsbeginn um 45 Prozent gestiegen
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Robin WegmüllerRedaktor Wirtschaft

Der Konflikt im Iran erreicht eine neue Eskalationsstufe. Bislang blieben Öl- und Gasförderanlagen der Golf-Staaten weitgehend verschont. Das hat sich geändert. Am Mittwoch griff Israel das Herzstück der iranischen Gasinfrastruktur an. Die Anlagen am grössten Gasfeld der Welt South Pars/North Dome wurden beschädigt. Der Iran teilt sich dieses Vorkommen mit Katar.

Teheran lancierte einen Gegenangriff auf den wichtigsten katarischen Gaskomplex Ras Laffan. Zudem veröffentlichte das Staatsfernsehen eine Liste mit «legitimen Zielen» – darunter weitere Gas-, aber auch Ölanlagen in verschiedenen Ländern der Golfregion. 

Die Angriffe sorgen in Washington für Alarm. US-Präsident Donald Trump (79) drohte offen mit massiver Vergeltung. Sollte Katar weiter attackiert werden, werde die US-Armee das grösste Gasfeld der Welt «in die Luft sprengen, in einem Ausmass, das der Iran noch nie gesehen hat», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

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Iran droht mit 200 Dollar pro Barrel

Doch was bedeutet diese Eskalation für den Ölmarkt? Blick hat mit Rohstoffexpertin Cornelia Meyer gesprochen. Zwar seien bisher «nur» Gasanlagen betroffen. Die Signalwirkung sei jedoch enorm. «Alle haben gesehen, dass die Beteiligten vor Angriffen auf Energieanlagen nicht mehr zurückschrecken. Ölinstallationen könnten also ebenfalls ins Visier geraten. Diese Angst treibt den Ölpreis weiter in die Höhe.»

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Aktuell steht der Preis bei über 110 Dollar pro Barrel. Seit Kriegsbeginn ist er über 45 Prozent gestiegen. Aus dem Iran kamen bereits Drohungen, wonach sich die Welt auf Preise von bis zu 200 Dollar einstellen müsse. «Ich gebe keine Prognose ab», so Meyer. «In den Preis fliessen immer auch viele Emotionen mit ein. Grundsätzlich gilt aber: Wenn der Konflikt noch lange anhält, dann wirds schlimmer.»

Zudem könnten Angriffe auf Gas- und Ölanlagen vor allem langfristig erhebliche Schäden verursachen. Ein Beispiel aus Katar: Die betroffene Anlage war bereits seit einer Woche ausser Betrieb. Kurzfristig hat der Angriff daher kaum Auswirkungen. Sollte die Lage eine Wiederaufnahme ermöglichen, dürfte es nun aber deutlich länger dauern, bis die ganze Infrastruktur wieder vollständig einsatzfähig ist.

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Schaltet sich der Bund ein?

Eine Folge: Der Benzinpreis wird weiter steigen. «Die Amis merken das am schnellsten, weil sie am wenigsten Steuern auf Sprit bezahlen», sagt Meyer. «In den europäischen Ländern gehen 50 bis 75 Prozent an den Staat. Darum spüren diese Länder den Anstieg weniger rasant.» In der Schweiz machen staatliche Abgaben gemäss dem TCS die Hälfte des Most-Preises aus.

Trotz höheren Steuern sind die Benzinpreise in gewissen Ländern in Europa explodiert. Unsere Nachbarländer beginnen bereits einzugreifen. Die italienische Regierung hat per Dekret die Steuern auf Benzin und Diesel gesenkt. So sollen die Preise umgehend um 25 Cent pro Liter sinken.

Auch Österreich hat die Mineralölsteuer reduziert. In einem ersten Schritt soll die Steuer auf Diesel und Benzin um 5 Cent pro Liter gesenkt werden. Zudem dürfen im nächsten Monat Tankstellen ihre Preise nur noch dreimal pro Woche erhöhen. Deutschland debattiert aktuell über eine ähnliche Massnahme.

Und in der Schweiz? «Ob der Bund Massnahmen ergreift, hängt von der Frage ab, wie der Bundesrat und die Industrie die Mangelhaltung sehen», meint Cornelia Meyer. Aktuell sieht der Bundesrat noch keinen Handlungsbedarf. Ob das so bleibt, wird sich zeigen.

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