Abgang nach vier Jahren
Thurgauer Zugbauer Stadler bekommt einen neuen Chef

Stadler stellt Weichen für die Zukunft: Philipp Brunner wird ab 2027 neuer CEO. Der 42-jährige HSG-Absolvent tritt die Nachfolge von Markus Bernsteiner an und übernimmt ein Unternehmen mit Rekordumsatz von über 5 Milliarden Franken.
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Philipp Brunner, CEO Stadler Rail.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Philipp Brunner wird ab 1. Januar 2027 neuer Stadler-Chef
  • Er verantwortet aktuell 3 Standorte mit über 2600 Mitarbeitenden
  • Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2026 um 40% auf 2 Mrd. CHF
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Beim Ostschweizer Zugbauer Stadler kommt es zum Wechsel an der Spitze. Philipp Brunner (42) wird per 1. Januar 2027 neuer Konzernchef, wie es in einer Mitteilung heisst. Er folgt auf Markus Bernsteiner (60), der das Unternehmen seit Anfang 2023 operativ führt und nach 27 Jahren bei Stadler künftig Verwaltungsratsmandate übernehmen will.

Brunner ist kein Unbekannter: Er arbeitet seit mehr als 16 Jahren für Stadler und gehört seit 2021 der Konzernleitung an. Aktuell führt er die Division Zentraleuropa und interimistisch auch Deutschland. Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler hatte den HSG-Absolventen 2010 persönlich ins Unternehmen geholt.

Projektleiter in Indien

Seine Karriere führte Brunner weit herum. Er arbeitete zunächst als Projektleiter in Indien, baute danach den Stadler-Unterhaltsstandort in Algerien auf und war ab 2012 am Aufbau des Werks in Minsk beteiligt. Später leitete er den Standort mit zeitweise fast 2000 Mitarbeitenden. Heute verantwortet er in Zentraleuropa drei Standorte mit mehr als 2600 Beschäftigten.

Bernsteiner wiederum verlässt den Chefposten nach schwierigen Jahren. Pandemie, Ukraine-Krieg, Lieferkettenprobleme und die Überschwemmungen von 2024 setzten Stadler zu. Inzwischen läuft das Geschäft wieder kräftig: Im ersten Halbjahr 2026 sprang der Umsatz um 40 Prozent auf 2 Milliarden Franken.

Für das Gesamtjahr erwartet Stadler erstmals einen Umsatz von deutlich mehr als 5 Milliarden Franken und eine EBIT-Marge von über fünf Prozent. Brunner übernimmt damit einen Zugbauer, der wieder auf Wachstumskurs ist.

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