So reagieren Händler auf Billig-Ski-Offensive
«Otto’s kann kommen – wir haben die richtigen Antworten»

Otto’s geht heute mit drei neuen Ski-Outlets in die Billig-Offensive (BLICK berichtete). Die anderen Skihändler machen auf cool und verkaufen auch zu Tiefpreisen.
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In Sursee LU bietet Otto’s über 17'000 Wintersportartikel an. Das Holzhaus wurde in nur zwölf Wochen gebaut.
Foto: Philippe Rossier
Von Ulrich Rotzinger

Erstmals nahm der  Warenposten-Händler 2013 Wintersportartikel ins Regal. Heute zählt er sich selbst zu den drei grössten Ski-Verkäufern im Land.

Dennoch machen Ski-Händler auf cool: «Billiganbieter und Restpostenverkäufer gab es schon immer», sagt Stöckli-Marketing-Chef Adrian Albrecht. Patrick Bundeli, Chef von Intersport Schweiz, doppelt nach: «Otto’s kann kommen – wir haben die richtigen Antworten.» Eine Differenzierung rein über den Preis ist «nichts wahnsinnig Neues».

Doch in der Realität ist die Branche nervös, weil sie ihre Margen verpulvern muss: «Die Preise sind in der Schweiz in den letzten Jahren gesunken und entsprechen immer mehr denjenigen im Ausland», sagt Bundeli. 2012 schloss Intersport die Shops seiner Discount-Tochter Budget Sport – wegen «schwieriger Marktsituation».

Heute betreibt Intersport an vier Standorten ebenfalls Outlets. Auch Stöckli hält «ebenbürtige Angebote für preissensitive Kunden» parat. «Die Ski-Industrie kämpft mit Überkapazitäten und grossem Preisdruck», sagt Albrecht.

Davon profitieren die Kunden: Ihnen dürften die Händler wohl bald erste Ski-Angebote unterbreiten.

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