27 Destinationen im Vergleich
So viel verlangen Top-Skigebiete jetzt für die Tageskarte

Die Buchungszeit für die Skiferien über die Festtage ist in vollem Gang. Viele Skigebiete haben an den Preisen oder Preismodellen geschraubt. Blick liefert die grosse Übersicht, was du für eine Tageskarte oder ein Saisonabo in Schweizer Top-Destinationen diese Saison hinblättern musst.
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Blick hat in 27 Skigebieten die Preise für die kommende Saison unter die Lupe genommen.
Foto: Switzerland Tourism / Andre Meier

Darum gehts

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martin schmidt
Martin SchmidtRedaktor Wirtschaft

Wann der Schnee in diesem Jahr in der Schweiz den ersten Pistenspass möglich macht, kann nicht vorhergesagt werden. Wer über Weihnachten und Neujahr in einer der vielen Winterdestinationen im Land Ski fahren möchte, sollte sich dennoch nun mit den Angeboten beschäftigen. Denn im Herbst buchen viele Schweizerinnen und Schweizer ihre Festtagsauszeit in den Bergen.

Es lohnt sich nicht nur ein Vergleich der Hotels, sondern auch der Preise der Bergbahnen. Blick hat 27 Skigebiete unter die Lupe genommen. Wie teuer ist die Tageskarte oder ein Abo in der bevorstehenden Wintersaison? Die exklusive Umfrage zeigt: 16 Bergbahnbetriebe erhöhen ihre Preise oder passen ihr Preismodell grundlegend an. Bei den Tageskarten für Erwachsene schlägt Les Diablerets VD mit 6 Franken oder 9 Prozent auf. Den prozentual grössten Aufschlag gibt es bei den Torrent-Bahnen in Leukerbad VS: Dort geht der Maximalpreis beim dynamischen Preismodell um 8 Franken auf neu 73 Franken pro Tageskarte hoch – plus 12 Prozent.

Wenig Transparenz bei dynamischen Preisen

In der Aletsch Arena, in Saas-Fee VS, Pizol gibt es bei den Tageskarten moderate Erhöhungen von 1 bis 1,7 Prozent. Am Flumserberg zahlen Erwachsene neu 2 Franken mehr für einen Skitag. In Samnaun/Ischgl schrauben die Betreiber die Preise für Tageskarten und Abos zwischen 2 und 4 Prozent hoch. Etwas höher fallen die Preise auch in Engadin St. Moritz GR aus, wobei hier die Spanne bei den dynamischen Preisen besonders gross ist: Derzeit kostet die günstigste Tageskarte für Erwachsene in der Zwischensaison 55 Franken und die teuerste am 30. Dezember 107.50 Franken.

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Die Blick-Auswertung zeigt auch: Bei einigen Anbietern mit dynamischen Preisen ist für die Gäste praktisch nicht nachvollziehbar, wie sich die Kosten entwickelten. Arosa Lenzerheide sagt auf Anfrage etwa, dass der Maximalpreis gleich bleibt. Den Mindestpreis lässt man hingegen unerwähnt. Adelboden-Lenk BE und Engelberg-Titlis verweisen darauf, keine Maximal- und Mindestpreise zu führen. Ein Blick-Test zeigt keine merklichen Preisänderungen gegenüber der Vorsaison.

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Doch die dynamischen Preismodelle geben reichlich Spielraum für versteckte Preiserhöhungen, wie die Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert. So können die Bergbahnen beispielsweise die Zahl der günstigen Tickets zu einem bestimmten Preis reduzieren.

Mehrere Gebiete setzen auf neues Preismodell

Einige Gebiete haben ihr Preismodell auf die neue Saison hin ganz umgestellt: So setzen die Bergbahnen Hohsaas in Saas-Grund VS neu auf dynamische Preise. Im letzten Winter musste eine erwachsene Person 62 Franken für einen Skitag hinblättern. Neu startet der Preis bei 49 Franken. Maximalpreise werden keine kommuniziert, teilen die Bergbahnen mit.

Anders in Gstaad BE und Crans-Montana VS. Dort verabschieden sich die Bahnen von dynamischen Preisen. Gstaad setzt stattdessen auf saisonale Fixpreise. Diese richten sich nach dem jeweiligen Angebot am Berg sowie nach den Ferienzeiten. In Crans-Montana zahlen Gäste bis zum Vortag des Skiausflugs online 89 Franken und an der Kasse 94 Franken. Der US-Skigebietriese Vail Resorts passt damit das Preismodell in Crans-Montana an jenes in seiner zweiten Schweizer Destination in Andermatt UR an. Ein Unterschied bleibt bestehen: In Andermatt profitieren Skifahrer von einem Rabatt von bis zu 50 Prozent auf Tageskarten, wenn sie ein Halbpreis-Abo kaufen. Zudem schlägt Vail bei den Tageskarten um bis zu 3 Franken auf.

Die Jungfrau Ski Region im Berner Oberland hat letztes Jahr ein saisonales Preismodell eingeführt, bei dem die Hochsaisontarife neu auch an allen Wochenenden gelten. Die Begründung: So würde man die Preise noch stärker der Nachfrage anpassen und für eine bessere Verteilung der Gäste sorgen.

Immer mehr Gebiete versichern die Tickets

In den letzten Jahren waren wetter- oder schneebedingte Betriebseinschränkungen immer wieder ein Thema: Auch hier reagieren immer mehr Bahnen. Neu setzt man in Saas-Grund und in Zermatt VS auf eine inkludierte Skiticketversicherung für Ein- und Mehrtagespässe. Gäste erhalten bei einem Unfall, Krankheit oder Extremwetter eine Rückvergütung.

Für Familien geht Skifahren besonders ins Geld. Deshalb bieten viele Gebiete spezielle Familienabos oder Familientageskarten. In vielen Gebieten fahren Kinder bis 6 Jahre gratis. In Saas-Grund und Zermatt gar bis 9 Jahre. Spitzenreiter ist hier die Klewenalp NW, wo der Nachwuchs bis zum 10. Geburtstag kostenlos auf die Piste darf. In Adelboden-Lenk fahren Kinder bis 15 Jahre jeden Samstag gratis, wenn sie in Begleitung eines Erwachsenen mit einem Tagesskipass sind.

Aber auch für Senioren und Erwachsene in Ausbildung lohnt es sich, die Website der Bergbahnen zu durchstöbern. Einige bieten auch für sie Rabatte auf Tageskarten und Abos.

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