Aus für Influencer-Hotspot
Luzerner Märchenschloss zieht dem Selfie-Wahn den Stecker

Die Gemeinde Meggen LU verbietet Foto- und Videoaufnahmen auf Schloss Meggenhorn. Sie will damit den Ansturm auf das beliebte Ausflugsziel am Vierwaldstättersee eindämmen.
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Das Schloss Meggenhorn ist zu einem Influencer-Hotspot geworden.
Foto: Getty Images
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Riccarda CampellRedaktorin Politik

Schloss Meggenhorn wirkt, als hätten es die Brüder Grimm persönlich entworfen. Türmchen recken sich in den Himmel, hohe Fenster spiegeln das Licht, Blumen blühen im Garten. Daneben glitzert der Vierwaldstättersee. Doch die Idylle hat einen Schönheitsfehler: die Selfie-Touristen.

Sie posten ihre Bilder in den sozialen Medien und locken damit die nächsten Besucher an. Längst ist das Schloss zum Ausflugsziel für Influencerinnen und Hobbyfotografinnen geworden. Jetzt zieht die Gemeinde Meggen LU die Grenze, wie sie selbst bekannt gab. Zuerst berichtete «Zentralplus» darüber.

Parkaufsicht hält nach Selfiesticks Ausschau

Foto- und Videoaufnahmen sind auf dem Schlossgelände künftig grundsätzlich verboten. Darüber informiert die Gemeinde in der aktuellen Ausgabe ihrer «Gmeindsposcht». Damit soll verhindert werden, dass Beiträge in den sozialen Medien noch mehr Menschen anlocken. Das Schloss gehört der Gemeinde und ist öffentlich zugänglich.

Hinweistafeln informieren vor Ort über die neuen Regeln. Zudem patrouilliert seit vergangenem Jahr eine Parkaufsicht auf dem Gelände. Sie soll Besucher auf die Vorschriften aufmerksam machen. Die Aufsicht wurde eingeführt, nachdem es wiederholt zu Problemen gekommen war: Gäste picknickten auf der Schlosswiese, einzelne entzündeten sogar Feuer, und Selfiesticks schwingende Ausflügler traten sich gegenseitig auf die Füsse.

Eine Ausnahme gibt es für private Anlässe: Wer etwa seine Hochzeit auf dem Meggenhorn feiert, darf weiterhin Fotos machen. Für das nächste Instagram-Reel müssen Influencerinnen hingegen eine andere Kulisse suchen.

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