Darum gehts
- McDonald’s Baugesuch könnte mehrere Läden im Fricktalcenter verdrängen ab September
- Imbiss-Besitzer Öztürk darf bis Ende September bleiben, Zukunft unklar
- 1, 2, 3 Klein-Preis-Shop seit 20 Jahren vor Ort betroffen
Im Fricktalcenter in Frick AG gleich neben der Autobahn A3 steht ein grosser Umbau bevor: Wird das Baugesuch von McDonald's gutgeheissen, müssten gleich mehrere Läden das Feld räumen.
Bayram Öztürk (61), dem Besitzer eines asiatischen Imbisses, wurde der Mietvertrag nicht verlängert. Eigentlich hätte er seinen Standort bereits Ende Februar aufgeben müssen. Doch nun die grosse Erleichterung: Öztürk einigt sich am Mittwoch mit der Verwaltung vor der Schlichtungsbehörde in Laufenburg AG. Der Mietvertrag wurde verlängert: «Wir dürfen bis Ende September bleiben. Darüber freuen wir uns sehr», sagt der Imbissbesitzer am Telefon zu Blick.
Wie es Ende September für den Imbiss weitergeht, ist noch offen. «Ich halte weiterhin Ausschau nach einem neuen Standort», sagt der Unternehmer, der bereits seit über zehn Jahren im Fricktalcenter seinen Imbiss betreibt. Doch die Suche nach einem neuen Standort gestalte sich als sehr schwierig. «Wenn ich nichts Neues finde, höre ich auf», so Öztürk.
Die Verwaltung Tierstein AG bestätigt gegenüber Blick, dass man sich mit Öztürk vor der Schlichtungsstelle geeinigt habe. Gemäss eines Sprechers laufe der Mietvertrag Ende September aus – egal, ob McDonald's die Bewilligung erhält oder nicht. Der Burger-Riese hat für das Areal ein Baugesuch samt Drive-In bei der Gemeinde Frick eingereicht, wie diese bestätigt.
Weitere Läden zittern
Auch der Mietvertrag des 1, 2, 3 Klein-Preis-Shop, der seit über 20 Jahren Teil des Einkaufszentrums ist, läuft Ende September dieses Jahres aus. «Für uns, aber auch für die Region ist das ein herber Rückschlag», sagt Geschäftsführer Ferhat Teke (40) zu Blick. Der Unternehmer will weiter für seinen Standort in Frick kämpfen und sucht deshalb den Dialog mit der Verwaltung.
Ebenfalls unklar ist die Zukunft der Mode-Boutique Vida. Der Mietvertrag wurde nicht verlängert, doch Geschäftsführer Mario Gisin verhandelt weiter: «Es würde uns sehr schmerzen, wenn wir gehen müssten.»