Er will Swisscom herausfordern
Salt-Besitzer verspricht langfristiges Engagement in der Schweiz

Xavier Niel, der französische Besitzer von Salt, bekräftigt sein langfristiges Engagement in der Schweiz. Der drittgrösste Mobilfunkanbieter des Landes wächst weiter und sieht sich als Herausforderer von Swisscom.
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epa11327082 French CEO of Iliad group and Free Telecom Xavier Niel (L) and Dior CEO Delphine Arnault (R) arrive to the unveiling ceremony of the training and innovation centre for sustainable logistics and shipping professions (TANGRAM) established by the CMA CGM Group in Marseille, southern France, 08 May 2024. EPA/LUDOVIC MARIN / POOL MAXPPP OUT
Foto: LUDOVIC MARIN / POOL
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Der französische Besitzer des Schweizer Telekomanbieters Salt hat in einem Interview ein langfristiges Engagement in der Schweiz bekräftigt. «Ich kaufe Unternehmen, um sie zu behalten», sagte der 57-jährige Investor und Milliardär Xavier Niel der «NZZ am Sonntag».

«Wenn man als Telekomanbieter aktiv ist, ist das ein Investment für immer. Denn egal, welche Technologien die Menschheit in den nächsten Jahrzehnten entwickelt: Netzanbieter wird es immer brauchen», sagte Niel.

Salt fühle sich im Schweizer Umfeld als «Herausforderer» sehr wohl. «Warum sollten wir da weg?» Salt ist in der Schweiz der drittgrösste Mobilfunkanbieter und zählte zuletzt 1,76 Millionen Handyabo-Kunden. Im ersten Halbjahr 2024 war er weiter gewachsen.

Zum Konkurrenten Swisscom, der mehrheitlich in staatlichem Besitz ist, sagte Niel: «Die Swisscom befindet sich in einer sehr angenehmen Position, sie hat einen riesigen Marktanteil. Darum braucht es angriffslustige Wettbewerber wie uns.»

Die Schweizer seien weniger preissensibel als andere Telekomkunden, sagte Niel. «Die Schweizer lieben ihr Land, verständlicherweise. Wenn irgendwo das Wort ‹Swiss› drinsteckt, hat dieses Unternehmen automatisch einen Vorteil.» Ob es eine Airline sei oder ein Telekomanbieter. «Vielleicht brauchen wir in der Schweiz auch so einen Namen, der irgendetwas mit ‹Swiss› zu tun hat.»

Klein beigeben musste Niel in Italien. Dort ging Vodafone für acht Milliarden Euro an die Swisscom. «Mal gewinnt man, mal verliert man, das ist Teil des Spiels. Ich habe schon so oft in meiner Karriere verloren, manchmal fühle ich mich, als sei ich der grösste Verlierer der Welt. Aber das macht nichts. Jetzt geht Vodafone an Fastweb, und wir haben einen Wettbewerber weniger.»

Salt gehört Niels Gesellschaft NJJ Capital. Der Schwiegersohn des Luxusgüter-Unternehmers Bernard Arnault hatte die frühere Orange Communications 2014 vom Finanzinvestor Apax für 2,8 Milliarden Franken gekauft und später in Salt umbenannt.

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