Schwieriges Zinsgeschäft
Raiffeisen schreibt 2024 weniger Gewinn

Die Raiffeisen-Gruppe hat im vergangenen Jahr die Veränderung im Zinsumfeld zu spüren bekommen und schreibt einen tieferen Gewinn als noch im Jahr davor. Im Hypothekarmarkt hat die Gruppe die Ausleihungen deutlich erhöht.
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Die Raiffeisen-Gruppe weist für 2024 einen tieferen Gewinn aus als noch im Jahr davor. Belastet hat die Raiffeisen unter anderem ein Abschreiber auf die Beteiligung am Finanzprodukteanbieter Leonteq. Im Bild: Die Raiffeisen-Filiale in Delemont (Archivbild).
Foto: Georgios Kefalas

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Raiffeisen-Gruppe verzeichnet tieferen Gewinn und erhöht Hypothekarausleihungen deutlich
  • Zinsengeschäft rückläufig, Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechtert sich
  • Hypothekarforderungen stiegen um 4,6 Prozent auf 220,8 Milliarden Franken
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die Raiffeisen-Gruppe hat im vergangenen Jahr die Veränderung im Zinsumfeld zu spüren bekommen und schreibt einen tieferen Gewinn als noch im Jahr davor. Im Hypothekarmarkt hat die Gruppe die Ausleihungen deutlich erhöht.

Der Gruppengewinn lag mit 1,21 Milliarden Franken um 13,1 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, wie die zweitgrösste Bankengruppe der Schweiz am Donnerstag mitteilte. Der Geschäftserfolg, also das operative Ergebnis, nahm mit einem Minus von 16,9 Prozent auf 1,42 Milliarden Franken noch etwas deutlicher ab.

Die Raiffeisen-Banken erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen etwas tieferen Gesamtertrag von 3,90 Milliarden Franken, was einem Rückgang um 4,0 Prozent entsprach. Im bedeutenden Zinsengeschäft lag der Nettoerfolg mit 2,84 Milliarden um 7,5 Prozent unter dem ausserordentlich hohen Vorjahresergebnis, wie die Bank schreibt.

Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich mit einem Wert von 56,7 Prozent nach 51,9 Prozent. Die Bankengruppe hat zudem auf ihrer Beteiligung am Derivatespezialisten Leonteq eine Wertberichtigung von 82,4 Millionen vorgenommen.

Viele Kundeneinlagen

Die Hypothekarforderungen stiegen im vergangenen Jahr um 4,6 Prozent auf 220,8 Milliarden Franken an. Die Bank habe damit ihre Marktstellung damit weiter ausgebaut und den Marktanteil von 17,8 auf 18,1 Prozent erhöht, schreibt Raiffeisen. Wachsen konnte die Bankengruppe auch im Geschäft mit den Firmenkunden.

Die Kundeneinlagen legten mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 214,9 Milliarden Franken ebenfalls deutlich zu. 2024 sind Raiffeisen mehr als doppelt so viele Kundeneinlagen zugeflossen als im Vorjahr, heisst es.

Für das Gesamtjahr zeigt sich Raiffeisen mit Hinweis auf das anspruchsvolle Umfeld zurückhaltend. Die sinkenden Hypothekarzinsen belebten aber die Immobiliennachfrage und dürften die Preisdynamik sowohl im Eigenheimsegment als auch bei Renditeimmobilien wieder erhöhen, heisst es. Insgesamt erwarte die Bankengruppe 2025 ein Ergebnis im Rahmen des Vorjahres.

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